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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 24. 8. 1893
Schnitzler, Arthur; Salten, Felix
Pieve di Cadore
Empfang: [25. 8. 1893 – 29. 8. 1893?]
Hofmannsthal, Hugo von
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Frankfurt am Main, Freies Deutsches Hochstift, Hs-30885,11
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.391 Zeichen (Briefpapier mit Trauerrand)
Handschrift Arthur Schnitzler Bleistift, deutsche Kurrentschrift
Handschrift Felix Salten Bleistift, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Hofmannsthal mit Bleistift Vermerk: »Launiger Brief« und Ergänzung: »›Des Meisters von Cadore reiche Farben‹ – Th. Morren. –«
Ordnung mit Bleistift von Schnitzler mutmaßlich bei der Durchsicht der Briefe 1929 auf der ersten Seite datiert: »24/8 93«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 44–45.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler und Felix Salten an Hugo von Hofmannsthal, 24. 8. 1893. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00259.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00259«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 24. 8. 1893

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Arthur Schnitzler und Felix Salten an Hugo von Hofmannsthal, 24. 8. 1893

|[handschriftlich Felix Salten:] Launiger Brief
[handschriftlich Arthur Schnitzler:] Mein lieber Hugo, Sie haben allerdings Tizians Tod geschrieben, wir aber haben soeben das Zimmer betreten, in welchem Tizian geboren ward. Wir sind nemlich in Pieve di Cadore; heute früh von Toblach mit unseren Rädern abgefahren, und über Cortina hieher – manchmal |unter Hagel und Regen, und keineswegs ohne dass uns die Zollbehörden anhielten.  – Hier haben wir in den paar Stunden unsres Aufenthaltes viel Schönheit und Leben gesehen: blonde Kinder1, die auf steinernen Löwen2 spielten, andre wieder, die »Musikbande« spielten und wo der Kapellmeister seine sämtlichen auf |Holzstäben und Löffeln musicirenden Untergebenen jämmerlich prügelte.3 Ein altes Weib,,4 das von Haus zu Haus ging und die kleinen Kinder küsste, ein Kerl, der zum Fenster hinausschaute und dem Strümpfe5 zum Mund heraushingen, mit welchen ich, wie Salten meint, verbleiben soll
Ihr hoch- u rad-fahrender ArthSch.
|[handschriftlich Felix Salten:] lieber Freund! Die Fahrt durch die Pracht des Ampezzo u Cadore Thales und der Aufenthalt hier haben gelehrt: Es genügt nicht, dass der Mensch den Tod des Tizian schreibe, er muss auch Bicycle fahren können. Ersteres haben Sie gethan, das Zweite bleibt Ihnen noch. Wir allerdings haben beim zweiten angefangen, und das Schwierigere steht uns noch bevor, was wir, wie Arthur meint, heute ’mal versuchen wollen.
Herzlichst
Ihr
Salten
[handschriftlich Felix Salten:] den 24. August 93
Ein Jahr, nach dem Loris in Strobl seinen Freunden »Tizians Tod« las.
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