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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [9. 9. 1893]
Hofmannsthal, Hugo von
Strobl
Empfang: [10. 9. 1893 – 14. 9. 1893?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.347 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift datiert: »9/9 93« und nummeriert: »57«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal: Briefe. 1890–1901. Berlin: S. Fischer 1935, S. 88–89.
Veröffentlichung 2
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 45–46.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [9. 9. 1893]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00261.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00261«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00261.html |titel=Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [9. 9. 1893] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1893-09-09 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 9. 9. 1893

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [9. 9. 1893]

mein lieber Arthur!

Schönheit und Leben! Ist Ihnen das nicht aufgefallen, dass einem das Leben so ganz besonders gut gefällt und man ganz genau weiß, wie es ausschaut und schmeckt, wenn man eben momentan innerlich müssig ist und eigentlich nicht lebt? Wie Euer Brief gekommen ist, der »launige« Brief mit diesen 2 großen Worten, ist es mir ein bischen vorgekommen, wie wenn ich an einem Tisch säße und wirklich gegessen hätte und vor mir lägen in unappetitlicher Realität |Krebsschalen, Hühnerknochen und Pfirsichkerne. . .  Ihr aber sitzt vor einem wunderschönen Stilleben mit roten Langusten, goldrothen Weintrauben und bunten Truthühnern. Um es zu essen, muss man es rupfen und sieden und schälen und schneiden und kauen und dann ist es gar nicht mehr schön!
Und doch gehört’s zum Essen und nicht zum Anschauen. Es – ich meine das Leben.
Ich bleibe also hier bis zum 11ten; dann mit den Eltern nach |München u. Nürnberg; dann vielleicht zur Jagd nach Böhmen.
Jedenfalls bin ich Ende September bei Euch.
Dieser Tage ist die 8te, letzte Rate von 12 fl. an Fels (III Strohgasse 3) fällig; ich weiß nicht, ob Sie dazu nur 5 fl oder mehr schulden; da ich aber momentan kein Geld habe und Richard nicht da ist, so bitte schicken Sie ihm 12 fl. mit dem Vermerk »letzte Rate.«
|Wissen Sie die Nummer von Richard’s Regiment (Znaim)?
Servus
Loris.
Bitte bald schreiben! Wo ist Salten?
    Bildrechte © University Library, Cambridge