|Lieber Arthur!
An F. hatte ich natürlich vergessen, ordnete
aber die Sache sofort nach Erhalt Ihres Briefes. –
Bitte Sie um Folgendes: Ich brauche ein Cachenez welches so
groß ist, daß |man es falten und
als Schärpe binden kann. Es soll ganz schwarz sein
und zwar schwerer weicher matter seidenstoff – nicht Atlas – womöglich schwarz
in schwarz gemustert, vielleicht brokatartig. Wenn Sie es bei Stoll + Uhlig |bekommen, dann lassen Sie es mir direkt zusenden ohne zu bezahlen, bekommen Sie es dort nicht, oder sehen Sie irgendwo etwas
Passendes, so lassen Sie es mir zusenden und bezahlen unterdessen. Es kann übrigens
auch |wenn es das giebt (?) schwarze glatte Rohseide sein.
Kappers sind hier, ich predige ihm Unmoral und beweise ihm
wie bescheiden |er sein müsste. Paul Schulz sprach ich; was hat der wieder
gegen Sie? Oder vielmehr gegen das »Abschiedssouper«? Übrigens liebt er auch den Styl J. Opp. . . und mag den Th. Herzl nicht.
Grüßen Sie Hugo, zeigen Sie ihm aber nicht den
Brief, er macht mir sonst Vorwürfe daß zuviel »Tatsächliches« |drinnen steht. Salten auch.
Herzlichst
Ihr Richard
Ihr Richard
Ischl 30/VI 94
Ich freu mich aufs Siegeln
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