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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 15. 10. 1894
Schnitzler, Arthur
Wien
Weiterleitung: 17. 10. 1894
Neapel
Empfang: [18. 10. 1894 – 24. 10. 1894?]
Beer-Hofmann, Richard
Rom
Textzeuge 1
Signatur U.S.A., Yale, Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale Collection of German Literature, MSS 31
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 7 Seiten, Kuvert, 1.937 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Versand nachgesandt nach Hotel Hassler
Stempel 1:
  • Ort: Wien 1/1
  • Datum: 15. 10. 94
  • Zeit: 11–12N
Stempel 2:
  • Ort: Napoli
  • Datum: 7 10–94
  • Zeit: 8 S
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 231.
Veröffentlichung 2
Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann: Briefwechsel 1891–1931. Herausgegeben von Konstanze Fliedl. Wien, Zürich: Europaverlag 1992, S. 63–64.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 15. 10. 1894. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00382.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00382«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 15. 10. 1894

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 15. 10. 1894

|Dr. Arthur Schnitzler, Wien, IX. Frankgasse 1.
|Herrn Dr. Richard Beer-Hofmann
a poste ferma

|Wien, 15. Oct. 94.
Lieber Richard – Sie würden es nicht verdienen, dass man Ihnen schreibt – aber ich nehme an, Sie empfinden den Empfang eines Briefs von mir nicht als Glück – also – Sie verstehen ja dieses linke Ohr? –
|Gestern hab ich dem Hugo und Salten mein Stück vorgelesen, – mit einem von mir nicht geahnten Erfolg. Es sollen nur ein paar Wendungen drin zu ändern und sonssoll es ganz fertig sein – das übrige Lob schäm ich mich beizufügen. Ich bin aber sehr froh. – Momentan schreib ich |einen Einakter. (15. Jahrhundert – aber es ist eigentlich eine Fälschung.) –
Es ist läppisch, dass Sie mir so gut wie gar nichts schreiben. Ich sage läppisch, in der Ueberzeugung dss das Sie viel mehr beleidigt als infam oder schurkisch, was man auch sagen könnte. – Hugo sieht als Dragoner |ausgezeichnet aus. Ein Oberlieutn. zum andern: »Du, ich hör, du hast in deiner Abthlg einen, der Trauerspiel dicht’ –?« –
Salten, hab ich Ihnen das schon geschrieben?, – ist in der Redaction der allgem. Zeitung. – Neulich hat er den Sudermann interviewt, und der kleine Kraus erklärt das für unerhört charakterlos.
|Wünschen Sie auch von Fels was zu wissen? Ich zweifle nicht daran. Also: alles beim alten; – was Sie schon merken werden, wenn Sie zurückkommen. – Wünschen Sie was von Korff zu wissen? Er hat eine Hebamme geheiratet, welche aber kaum 15 Jahre älter ist als er. – Und Specht? – Er fährt nächstens |auf ein Jahr nach Liverpool. Und Paul von Schönthan? Er wünscht sehnlichst, Sie zum Saubermann zu gestalten. – Neulich hab ich den Julian Sternberg (den bei dem Sie sich so einzuschmeicheln »gewußt« haben) kennen gelernt; da hat er mir sehr gut gefallen. –
|Außerdem regnets, ist kalt, und der Winter ist da. –
Leben Sie wohl und schreiben Sie einem doch wenigstens endlich einmal, wann man sie »wieder haben« wird.
Herzlich der Ihre
Arthur
»Zeit« wird besorgt. Sie ist sehr gut
    Bildrechte © Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale