|Fraskati Sonntag ½ 8
|Lieber Arthur, diesen Brief schreibe ich auf einer Terrasse in Fraskati, stehend, im Mondlicht; ich habe nämlich noch eine
halbe Stunde Zeit bis zum Abgang des Zuges nach Rom. |Ich bin sehr »des Gottes voll« aber arbeite gar nichts, und notire mittelmäßig viel. Ich
sehe vieles anders und verstehe Einiges was mir fremd war. Arroganter werd ich |sein als je, wenn ich zurückkomme. Wenn man tagsüber mit schönen Bildern, einer Natur
die hier Künstlerin ist, und mit – seinen Gedanken – verkehrt |findet man die Gesellschaft die um
uns (– wie heißt das analoge Wort zu
| crepiren | – | sterben |
| × | – | leben) |
Herzlichst Ihr R
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