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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 18. 10. 1894
Beer-Hofmann, Richard
Neapel
Empfang: [19. 10. 1894 – 23. 10. 1894?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 8
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 8 Seiten, 2.127 Zeichen
Handschrift Bleistift, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift datiert: »17/10 94« und nummeriert: »49«, Datum auf dem zweiten Blatt wiederholt
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann: Briefwechsel 1891–1931. Herausgegeben von Konstanze Fliedl. Wien, Zürich: Europaverlag 1992, S. 64–65.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, 18. 10. 1894. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00384.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00384«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 18. 10. 1894

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Weiteres

Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, 18. 10. 1894

|Lieber Arthur! Ich verdiene es nicht – aber schreiben Sie – ich meine Briefe an mich. Ich bin furchtbar neugierig auf Ihr Stück. Sie werden es mir separat vorlesen müssen, und Salten und Hugo werden bitten es nochmal hören zu dürfen. Wenn Kraus sich übernimmt, sagen Sie |ihm die Worte: »MusenalmanachHerodot« und er wird erbleichen.
Ich habe gestern eine Karte an Sie geschrieben. Wegen »Saubermänner«, suchen Sie es zu vereiteln, daß Schönthan an mich eine Aufforderung richtet beizutreten. Refus wäre Beleidigung, und es ist genug, daß Sie beitre|ten mussten. »Ikarus Ikarus, Jammers genug« – (Mir kommt vor ich citire ungenau – oder genau – oder – ungenau sagt A. S.)
Denken Sie, ich erhalte gleichzeitig mit Ihrem Brief einen von S. Fischer, der vor kurzem wie er schreibt meine Novellen gelesen hat und er hegt »seit jener Zeit den lebhaften Wunsch |falls Sie betreffs Ihrer zukünftigen Production mit einem andern Verlag noch nichts vereinbart haben Ihre Werke in meinem Verlage zu publiciren« folgt eine Schilderung seines Verlages und die inhaltsschwere Phrase: »mannigfache Vorteile bieten zu können«. Zum Schluss Aufforderung eine Novelle bei ihm zu publiciren (freie Bühne). »Sollten Sie |etwas fertig haben, so würden Sie uns durch die Einsendung sehr erfreuen«: Dem »erfreuten u. lebhaftwünschenden« Verlag werde ich natürlich furchtbar frech antworten, oder besser vornehm reservirt – schon weil ich – (ich weiss es ist peinlich, für meine Freunde, ich fange an lächerliche Figur zu werden, ich soll doch was fer|tig machen, –  oder nein ich soll mir Zeit lassen) nichts fertig habe. –
Ich bin längstens 5ten Nov. in Wien. Ich fange an meine Aufnahmsfähigkeit zu verlieren – zu viel, – zu viel stürmt auf einen, Landschaft Kunst und manchmal |auch eigne Gedanken über all das, und über anderes, – durch Associationen verrücktester Art hervorgerufen.
Ich freue mich sehr auf Euch und Wien. Hier in Italien – in Rom in Neapel empfinde ich es daß die einzige Stadt wo ich leben |und – bitte nicht zu lachen – arbeiten kann doch nur Wien ist. Was aber kein Coupletrefrain sein soll. Schreiben Sie mir bald, – Neapel.
Herzlichst Ihr
Richard
DonnerstagNeapel
18/10 94.
    Bildrechte © University Library, Cambridge