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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 23. 7. 1895
Bahr, Hermann
Wien
Empfang: [24. 7. 1895 – 28. 7. 1895?]
Schnitzler, Arthur
Bad Ischl
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 5b
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.085 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung 1) mit rotem Buntstift von unbekannter Hand nummeriert: »30«
2) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »30«
Veröffentlichung 1
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 104.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 23. 7. 1895. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00465.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00465«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 23. 7. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 23. 7. 1895

|»Die Zeit« Wien, den 23. Juli 1895
Wiener Wochenschrift IX/3, Günthergasse 1.
Herausgeber:
Professor Dr. I. Singer, Hermann Bahr, Dr. Heinrich Kanner.
Telephon Nr. 6415.

Lieber Freund!

Ich habe die »Geschichte von einem greisen Dichter« sofort gelesen und dann, nachdem ich sie einige Tage bei mir erwogen, noch einmal. Als Redacteur muß ich nun sagen, daß ich eine so lange, dabei doch dünne Geschichte von schwacher Handlung und nicht sehr deutlichen Gestalten durch Zerstückelung in etwa acht Partieen, mit Pausen von acht Tagen, schädigen und um jede Wirkung bringen würde. Wenn ich auch als Kritiker reden darf, so möchte ich nicht verhehlen, daß mir die Novelle von unmäßiger Länge und |einer gewissen, nicht in der Sache liegenden Schwere scheint, indem ein heiterer, aber nur bei Kürze und Leichtigkeit wirksamer Gedanke allzu gewaltsam hinausgezogen wird. Davon hoffe ich mit Dir anfangs August in Ischl zu sprechen und dem Redacteur wäre es lieb, wenn Du Dich entschließen könntest, es auf ein Drittel zu kürzen, was der Kritiker auch aus inneren Gründen billigen, ja fordern müßte. Jedenfalls danke ich Dir für die Sendung des Mnscrsehr und grüße Dich wie Richard herzlich
als Dein treuer
HermBahr
Herrn Dr Arthur Schnitzler, Ischl
recommandieren.
Alle für »Die Zeit« bestimmten Zuschriften und Sendungen sind an die Redaction der »Zeit« und nicht an die Person eines der Herausgeber zu richten.
    Bildrechte © University Library, Cambridge