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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [30. 7. 1895]
Altenberg, Peter
Gmunden
Empfang: [31. 7. 1895 – 4. 8. 1895?]
Schnitzler, Arthur
Bad Ischl
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 2
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.382 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschrieben: »Gmunden 30/7 95« und nummeriert: »4«
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »3«
Veröffentlichung 1
Kurt Bergel: Arthur Schnitzlers unveröffentlichte Tragikomödie Das Wort. In: Studies in Arthur Schnitzler. Centennial Commemorative Volume. Herausgegeben von Herbert W. Reichert, Herman Salinger. Chapel Hill: University of North Carolina Press 1963, S. 19–20 (UNC Studies in the Germanic Languages and Literatures, 42).
Veröffentlichung 2
Arthur Schnitzler: Das Wort. Tragikomödie in fünf Akten. Fragment. Aus dem Nachlaß herausgegeben und eingeleitet von Kurt Bergel. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag 1966, S. 7–8.
Veröffentlichung 3
Peter Altenberg: Die Selbsterfindung eines Dichters. Briefe und Dokumente 1892–1896. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2009, S. 32.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Peter Altenberg an Arthur Schnitzler, [30. 7. 1895]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00468.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00468«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 30. 7. 1895

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Wiener Schnitzler
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Weiteres

Peter Altenberg an Arthur Schnitzler, [30. 7. 1895]

|Lieber Dr. Arthur Schnitzler.

Ich habe nach Wien geschrieben in ihrer Angelegenheit, glaube aber, daß es mit Schwierigkeiten verbunden sein dürfte. Jedenfalls benachrichtige ich Sie. Kommen Sie doch herüber. Sie sind gesund u. mobil. Kommen Sie mit Richard Beer-Hofmann. Ich bin wie stets von Gmunden tief entzückt. Es ist gleichsam für |mich geschaffen. Und dann, es muß mir halt die Welten-Schönheit repräsentiren. Wenn die Leute am Strande hin u. hertrippeln, ist es Ostende, Scheweningen, wenn die Musik spielt u. Damen in Chiné-Seide erscheinen, ist es Karlsbad, Marienbad, wenn der Traunstein ziegelroth wird, ist es die Schweiz u. wenn der Abendfriede kommt, ist es die Welt, die Zukunft, das Ende. Glauben Sie mir, lieber Dr. Arthur, wir Armen sind wie gewisse |Kranke. Gewisse Organe verfeinern sich, erhöhen ihre Leistungsfähigkeiten, um den Ausfall anderer zu decken. So ist es mit der Potenz in jeder Form. Ekonomische Kräfte, sexuelle Kräfte, werden durch erhöhte seelische ausgeglichen. Das Gehirn übernimmt gleichsam ihre Aufgabe u. macht sich die Verkümmerung zu Nutze.
Sie werden sagen: »Das ist nicht Harmonie, mein Lieber – – –.« |Wenn Sie das aber nicht antworten, werde ich Sie noch höher schätzen, nach meinem berühmten!? Ausspruch: »Weissein heißt, auch das noch verstehen, was man nicht mehr versteht!!«
Adieu, also kommen Sie doch herüber.
Ihr aufrichtig freundschaftlicher
Richard Engländer.
    Bildrechte © University Library, Cambridge