Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 26. 9. 1895
Schnitzler, Arthur
Wien
Weiterleitung: 28. 9. 1895
Gardone Riviera
Empfang: 1. 10. 1895
Beer-Hofmann, Richard
Wien
Textzeuge 1
Signatur U.S.A., Yale, Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale Collection of German Literature, MSS 31
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 7 Seiten, Kuvert, 1.904 Zeichen
Handschrift Arthur Schnitzler 1) schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift (Umschlag)
2) Bleistift, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Versand Stempel 1:
  • Ort: Wien
  • Datum: 26. 9. 95
  • Zeit: 7–8
Stempel 2:
Stempel 3:
  • Ort: Wien 1/1
  • Datum: 1/10 95
  • Zeit: 8–9½ V.
  • Vorgang: Bestellt
mit blauer Tinte von unbekannter Hand die Nachsendeadresse vermerkt: »I Wollzeile 15. Wien I.«
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann: Briefwechsel 1891–1931. Herausgegeben von Konstanze Fliedl. Wien, Zürich: Europaverlag 1992, S. 85–86.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 26. 9. 1895. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00494.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00494«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00494.html |titel=Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 26. 9. 1895 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1895-09-26 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 26. 9. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 26. 9. 1895

|Herrn Dr. Richard Beer-Hofmann

|Wien 26. 9. 95
Lieber Richard, heute kam zugleich Ihre Karte vom 23. und Ihr Brief vom 24. an. Ich sende also diese Zeilen hier nach Gardone; warum schreiben Sie nicht, wohin Sie von da aus gehen? Eben hat mir die Tragödin telephonirt, es war heut Probe von Liebelei (statt Don Carlos) von der ich nichts wußte, und sie überbot sich selbst an Liebenswürdigkeiten für mich, mein Stück und ihre Rolle. |Sie hat heute auf der Probe einen »großartigen« Erfolg gehabt, und na, und so weiter. Ich denke, die Premiere wird am 7. oder 8. oder 9. sein. Dazu gibt man Giacosa, Rechte der Seele. Für einen guten Sitz soll gesorgt sein. –
Allmälig hab ich zu arbeiten angefangen. Begonnen hab ich damit, dass ich ein Stück (Einakter) in Versen, |den ich vorigen Winter schrieb, in meinem Schreibtisch vergrub, – wo er am tiefsten ist. Ich hab manchmal die starke Empfindung, dass mir nie mehr etwas gelingen wird – wie Ibsen und – Paul Lindau. –
Da die Läufigkeit der Frauen manchmal angenehm war, haben Sie wohl auch was »erlebt« . . .  wenigstens |Anfänge. Da drin stecken ja die ganzen Erlebnisse, die Schlüsssind ja dieselben. (Anatol reibt sich die Augen. Er schlummert sofort wieder ein. Bald schläfst du . . .  etcsiehe Hänsel u Grethel) Ich beneide Sie so um die Natur. Es issschön jetzt und ich möchte ganz wo anders sein. Neulich war ich |in der Brühl. Tini issehr stolz geworden. Auch war ein Jägerlieutenant draußen. Dem Hugo hab ich Ihre Kränkung ausgerichtet, er ist auch gekränkt. –
Wie weit ist der Liebling der Götter und hoffentlich vieler Menschen? –
|Leben Sie wohl und schreiben Sie mir. Samstag werde ich wohl das Datum der Prém. definitiv kennen.
Man erkundigt sich immerfort und allseitig nach Ihnen, was keine Brosamen, sondern naive Wahrheiten |sind. Warum soll ichs Ihnen denn verschweigen? Dazu bin ich nicht 999gradig genug.
Herzlichen Gruss, ich freu mich schon sehr auf Sie.
Ihr Arthur.
    Bildrechte © Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale