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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 4. 10. 1895
Fels, Friedrich M.
Zürich
Empfang: [5. 10. 1895 – 9. 10. 1895?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.2956
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 2.058 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift nummeriert: »26«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Friedrich M. Fels an Arthur Schnitzler, 4. 10. 1895. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00499.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00499«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 4. 10. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Adele Sandrock an Arthur Schnitzler, 4.10.1895

Quelle: Renate Wagner (Hg.): Dilly. Geschichte einer Liebe in Briefen, Bildern und Dokumenten. Wien/München: Amalthea 1975.

Weiteres

Friedrich M. Fels an Arthur Schnitzler, 4. 10. 1895

|Zürich I, Schifflände 30, III. Stock
am 4. Oktober 1895

Lieber Doktor Schnitzler!

Wie Sie aus der Datierung ersehen, bin ich, dank Ihrer und Beer-Hofmanns Hilfe, wieder im Besitze einer eigenen Wohnung. Ich danke Ihnen herzlich. Ich wohne jetzt bei einer bekannten Familie, zusammen mit einem Freunde, einem alten Herrn, Wiener, Schwager von Dreher in Schwechat, der früher lange Jahre in Amerika und Deutschland ein grosser Fabrikant war, dann fallierte und nun in seinen alten Tagen als Reisender eines Papiergeschäfts mühsam sein Leben fristet. Wir haben zusammen ein grosses Wohnzimmer, ein Kabinet und einen Alkoven, wofür wir 50 francs zahlen – gewiss billig. Na, der Teufel wird schon weiterhelfen.
Ich hätte noch eine Bitte. Wären Sie so freundlich, bei Beer-Hofmann nachzufragen, ob er vielleicht wieder einen |alten Anzug hat; das Porto kann ja nicht viel kosten. Und ich bin absolut ausserstande, mir selbst einen beizubringen. Seien Sie nicht böse, und besten Dank im vorhinein.
Ich schreibe wirklich einen Aufsatz für Wengraf und Osten und werde dann einen für die Presse schreiben. Apropos Presse: Dr. Hirschfeld muss ja jetzt wieder in Wien sein, und Sie könnten vielleicht bei Gelegenheit mit ihm sprechen, ob es sich nicht machen liesse, dass ich für das Blatt die Schweizer Korrespondenz, auch über Politik und Volkswirtschaft, übernähme. Ich haben begonnen, mich in die Verhältnisse einzuleben, und glaube, dass ich genügen würde.
Dass Mackay Ihnen gefallen hat, freut mich. Auch ich habe ihn gern. Er hat, bei viel Schlauheit und einiger Reserviertheit, viele liebenswürdige Seiten, vor allem eine sehr angenehme Naivetät. Naiv ist zwar auch Henckell, dabei aber entsetzlich langweilig und geistlos. Sie haben mich einen Antisemiten genannt, aber – mit Ariern verkehrt es sich wirklich zu schwer.
|Nehmen Sie mir meine neue Bitte nicht übel, grüßen Sie Beer-Hofmann, Loris, Hirschfeld etc von mir und seien Sie selbst herzlichst gegrüßt
von
Ihrem
Fels
Was sagen Sie zu Mackays neuestem Buch? Erscheint bald wieder etwas von Ihnen? Wie stehts mit der Aufführung? David kommt also am 12. daran; ich bin begierig.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar