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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 2. 9. 1896
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [2. 9. 1896 – 6. 9. 1896?]
Hofmannsthal, Hugo von
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Frankfurt am Main, Freies Deutsches Hochstift, Hs-30885,52
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.278 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 74–75.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 2. 9. 1896. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00582.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00582«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 2. 9. 1896

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 2. 9. 1896

|Wien 2. 9. 96.

Lieber Hugo,

Ihren so gemeinschaftlichen Brief hab ich in Berlin bekommen und hab mich sehr darüber gefreut. Sind Sie noch in Altaussee? Jedenfalls sende ich Ihnen dahin meine herzlichsten Grüße und hoffe Sie bald in Wien zu sehn. Ich war in Berlin |4 Tage; das bis zur Unkenntlichkeit umgearbeitete Stück hab ich dem Brahm vorgelesen, der es, nicht ohne ausgesprochenes Vergnügen, gleich angenommen hat. Er wollte es schon im September aufführen, wogegen ich mich wehre; wohl mit Erfolg. –
Auch in München war ich 2 Tage, und seit Samstag Früh bin ich wieder zu Hause, wo ich eben einen |der wildesten Schnupfen durchlebe. So kann ich nicht mit der nötigen Geistesfrische auf die Vierzeiler antworten, obwohl ich mehr als dreifachen Sinn darin erkannt zu haben glaube.
Dass ich Ihre Novelle nicht hören soll, beleidigt mich – nur Richard soll das Vorrecht haben, Sachen zu lesen, die Sie nicht für gelungen halten?
Ich wollte, es käme mir einmal |was von Ihnen vor Augen mit schönen jungen Fehlern!
Wie kommen Sie plötzlich aufs Theaterspielen? Ich war ganz erschüttert!
– Aber Zusammensein werden wir hoffentlich oft – und ohne das, was Sie »Halbwahres« nennen, was aber was ganz andres ist.
Wüßt ich nur ganz genau was! In Upsala hab ich drüber nachgedacht – wirklich in Upsala! –
Herzliche Grüße! Ihr Arthur
    Bildrechte © Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt am Main