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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 14. 11. 1896
Blumenthal, Oscar
Berlin
Empfang: [15. 11. 1896 – 19. 11. 1896?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 15
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.402 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift schwarze Tinte (Unterschrift)
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift auf der leeren Rückseite beschriftet: »(Blumenthal)«
2) mit rotem Buntstift zwei Unterstreichungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »7«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Oscar Blumenthal an Arthur Schnitzler, 14. 11. 1896. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00622.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00622«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 14. 11. 1896

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Oscar Blumenthal an Arthur Schnitzler, 14. 11. 1896

Director: Dr. Oscar Blumenthal.
Berlin N.W. (40), den 14. November 1896.

Werther Herr Doctor!

Während meiner Anwesenheit in Wien habe ich leider keine Gelegenheit gefunden, Sie zu sehen, und möchte Ihnen deshalb auf diesem Wege eine Idee unterbreiten, die ich zunächst mit Friedrich Mitterwurzer besprochen habe, und zwar mit begeisterter Zustimmung von seiner Seite. Da bei dem Einacter-Cyclus »Morituri« das Publikum sich geneigt gefunden hat, eine Reihe von einactigen dramatischen Genrebildern für ein Ganzes zu nehmen, wenn sie auch nur durch einen losen Faden mit einander verknüpft sind, so ist mir der Gedanke gekommen, ob nicht Ihr prächtiger »Anatol« in ähnlicher Weise für das Theater erobert werden könnte. Ich denke mir unter dem Gesammt-Titel »Anatol«, fünf Capitel aus einem Liebesleben von ARTHUR Schnitzler, eine Zusammenfassung etwa der fünf |einactigen Plaudereien aus Ihrem Buch: »Eine Frage an das Schicksal«, – »Weihnachts-Ausverkauf«, – »Episode« – »Das Abschiedssouper am Hochzeitsmorgen«, – und glaube, dass es leicht gelingen könnte, durch Hinzufügung einzelner Sätze, besonders in das erste und letzte Stück dieser Serie einen inneren Halt und volle Abrundung zu geben. Mitterwurzer ist mit Begeisterung bereit, den Anatol bei seinem, den ganzen Monat April umfassenden, Gastspiel zur Darstellung zu bringen, und ich bitte freundlichst um Nachricht, wie Sie sich zu dieser Idee stellen würden.
Mit besten Grüssen
Ihr ergebener
[handschriftlich Oskar Blumenthal:] Dr. Osc. Blumenthal
    Bildrechte © University Library, Cambridge