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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 2. 5. [1897]
Hofmannsthal, Hugo von
Wien
Empfang: [3. 5. 1897 – 7. 5. 1897?]
Schnitzler, Arthur
Paris
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.508 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift die Jahreszahl ergänzt: »97«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »89«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 83–84.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 2. 5. [1897]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00673.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00673«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00673.html |titel=Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 2. 5. [1897] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1897-05-02 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 2. 5. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 2. 5. [1897]

|hvH
Sonntag 2ten Mai

lieber Arthur,

wie komisch man eigentlich ist: es hat mich einen Moment ganz stark geärgert zu hören, dass Sie wieder gemischtes Hausbrot essen. Ich hätte so gern gehört, dass Sie auf einmal etwas ganz anderes essen! Aber das ist natürlich eine Kinderei.
Hier ist es jetzt sehr schön. (Nur gerade heute regnet es zufällig.) Der Frühling war |durch eine lange kühle Zeit zurückgehalten und dann war er auf einmal da und so warm und so farbig, dass die Farben der Blumenbeete, der Baumwipfel und des Himmels mit ihren Contouren auszutreten und die Luft zu überschwemmen schienen. Das Radfahren macht mir eine große Freude: es ist wunderschön, ein bissel ermüdet und erhitzt sich irgendwo still hinzusetzen |und über die Sträuche, die Wiesen und die Hügel hinzuschauen, und abends ist es sogar wunderschön, in den Straßen der Vorstädte zu fahren.
Schreiben Sie mir doch ein paar schöne kleine Ausflüge, an die Sie sich erinnern. Ich war erst in Weidling am Bach, und in Heiligenkreuz.
Ihre Bemerkungen über das französische Theater verstehe ich sehr gut, weil jetzt gerade |eine französische Truppe im Carltheater war und lauter solche Vie-parisienne Stücke gespielt hat. Vergessen Sie doch nicht, die Delna als Orpheus zu hören.
Ich arbeite noch immer nichts, lerne nur fleißig an meinen romanischen Texten. Aber ich fühle mich doch nun recht viel freier und weniger verworren und bin viel zufriedener.
Ich freue mich recht auf Ihre Rückkehr. »Götterliebling« dürfte bald fertig sein, auch das Stück vom Hirschfeld.
Ihr Hugo.
    Bildrechte © University Library, Cambridge