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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 13. 6. 1897
Beer-Hofmann, Richard
Bad Ischl
Empfang: [14. 6. 1897 – 18. 6. 1897?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 8
Typ Brief
Beschreibung 3 Blätter, 9 Seiten, 1.867 Zeichen
Handschrift blauer Buntstift, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »99«
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann: Briefwechsel 1891–1931. Herausgegeben von Konstanze Fliedl. Wien, Zürich: Europaverlag 1992, S. 109–110.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, 13. 6. 1897. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00686.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00686«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 13. 6. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Eugen Deimel an Arthur Schnitzler, 13.6.1897

Quelle: Heinz P. Adamek (Hg.): In die Neue Welt... Arthur Schnitzler - Eugen Deimel. Briefwechsel. Holzhausen Verlag: Wien 2003

Weiteres

Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, 13. 6. 1897

|Ischl13/VI 97
Lieber Arthur, ich weiß noch gar nichts wegen Bayreuth, und will mich nicht entschließen.
Ihr Brief ist wieder so unleserlich! An was arbeiten Sie? An einem Stück – da Sie von Scenen sprechen aber soll das Unleser|liche »Revolutionsstück« heißen?
Ob mich’s mit »ahnungsvoller Gegenwart ängstigt«? fragen Sie? In mir wird so Vieles jetzt Anders als es bis her war daß ich nicht weiß wie viel auf Rech|nung »davon« zu setzen ist. Manchmal hab ich die Empfindung als würde ich im Herbst nicht »Vater« sondern »Großvater« wenn ich sehe wie kindisch und jung noch Paula ist, und dann muß ich wieder |über mich lachen mit meiner Neigung die Dinge zu leicht oder zu schwer zu nehmen. Augenblicklich sitzen wir – das ist Paula, und ich, und die kommende Generation und Flirt der bald sechs Jahre |alt wird – es gibt Hunde die achtzehn werden – in einem kleinen Lusthaus das man eigens für uns zurechtgezimmert hat. Unter uns sehen wir die Strasse, und dann die Bahn, und dann die Traun und drüben wieder die Straße.
Ich scheine recht nervös |zu sein, oder sonst was, so sehr impressioniren mich jetzt gleichgiltige Dinge. Ich glaube manchmal daß ganz alte gute Leute, die bald sterben müßen diese leichte Rührung und Zärtlichkeit bei todten Dingen – wie Bäumen und |Straßen, und Flüßen haben; wie ich dazu komme weiß ich nicht. Oder ist am Ende doch daran schuld daß ich weiß, daß jetzt das im Werden ist was uns – oder mich – überleben und begraben soll. |Am Ende fängt mit jedem Kinderhaben doch ein unbewußtes Abdanken und Resigniren an; oder spüren wir daß wir nun überflüssig sind nachdem etwas von uns in |Anderem weiter lebt.
Wann müßen Sie eigentlich wieder nach Wien zurück? Ich muß wol zwischen 15 & 20 Aug. auf einige Tage nach Wien »deswegen«. Wo werden Sie um diese Zeit sein? Wann kommt voraussichtlich Paul hieher? Grüßen |Sie Schwarzkopf und Hugo von mir und schreiben Sie mir bald.
Ihr
Richard
    Bildrechte © University Library, Cambridge