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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 22. 9. 1898
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [nicht abgesandt]
Brandes, Georg
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.440
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.988 Zeichen
Handschrift Arthur Schnitzler 1) schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
2) Bleistift, deutsche Kurrentschrift (Ergänzung: »(nicht abgesand t «)
3) roter Buntstift (eine Unterstreichung)

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Georg Brandes, nicht abgesandt, 22. 9. 1898. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00848.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00848«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 22. 9. 1898

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, nach 19.9.1898 und vor 24.9.1898

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, nach 19.9.1898 und vor 24.9.1898

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Arthur Schnitzler an Georg Brandes, nicht abgesandt, 22. 9. 1898

(nicht abgesandt

|Verehrtester Herr Brandes,

ich schicke Ihnen heute das Stück, welches nächstens aufgeführt wird; es ist das Bühnenmanuscript; als Buch hab ich es noch nicht drucken lassen, weil ich hoffe, dass mir bei den Proben noch manches einfallen wird, um den zweiten und den Beginn des 3. Aktes höher zu bringen; und das erscheint mir recht nothwendig. –
– Heut hab ich eine Zeitschrift »Das neue Jahrhundert« zugeschickt erhalten, mit Ihrem Artikel über die Marni. |Zu diesem Artikel steht auch eine unendlich liebenswürdige Bemerkung über mein erstes Buch. Und doch wärs mir lieber gewesen, Sie hätten geschrieben, jenes Buch ist nicht viel werth, aber sein Autor hat später besseres gemacht. Sie werden gleich wissen, warum ich das sagen darf. Nach dem Anatol hab’ ich Ihnen das Märchen geschickt und da haben Sie mir geschrieben: »Sie haben hier eine viel höhere Stufe erreicht als in Ihrem früheren Buch« – und ebensschienen Sie – in einem Brief an mich, wie in einer Bemerkung |in »Politiken« die »Liebelei« höher zu schätzen als die frühern Sachen. – Und heute steht in Ihrem Artikel – »Sch. hat die Fähigkeit, die er hier (Anatol) bewiesen, nicht weiterentwickelt.« – Ich glaube nicht, dass es dumme Empfindlichkeit ist wenn mich diese Bemerkung ein bischen verstimmt hat – denn von Menschen, deren Urtheil uns hoch steht, möchten wir alles hören – nur nicht; dassie uns stehen bleiben oder gar herunter steigen sehen. Es ist ja wirklich nicht wesentlicher, dass wir gelegentlich was anständges schreiben, sondern |dass wir uns in steter Entwicklung befinden – und, wie Sie sehen, hatte ich nicht Ursache zu glauben, dass Sie gerade das bei mir zu bemerken meinen – und ich bin vielleicht ein wenig stolz darauf gewesen.
Darum, mein verehrter Herr Brandes, müssen Sie mir verzeihen, dass ich Ihnen heute diesen möglicherweise kindischen Brief schreibe; ich werde mich wahrscheinlich morgen schon seiner schämen.
Seien Sie in herzlicher Ergebenheit gegrüßt von Ihrem ArthurSchnitzler
Wien 22. 9. 98.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar