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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 20. 7. [1899]
Hofmannsthal, Hugo von
Marienbad
Empfang: [21. 7. 1899 – 25. 7. 1899?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 7 Seiten, 1.520 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung 1) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »«
2) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »152.«. Diese Hand dürfte auch für die Paginierung der beiden Blätter mit »1« respektive »2« verantwortlich sein
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal: Briefe. 1890–1901. Berlin: S. Fischer 1935, S. 288–289.
Veröffentlichung 2
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 126–127.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 20. 7. [1899]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00949.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00949«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 20. 7. 1899

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 20. 7. [1899]

|hvH
20 VII

mein lieber Arthur

ich möchte Ihnen gern einen viel ausführlicheren Brief schreiben, möchte auch gern über Richard vieles sagen, aber ich bin so unglaublich abgespannt, sobald meine tägliche wie im Fieber eintretende Arbeitszeit vorüber ist, dass |ich kaum im Stand bin die Feder zu halten.
Ich war mit meinen Nerven noch nie so herunter: ein geräuschvoller Speisesaal macht mir heftige physische Schmerzen im Genick und lauter solche Dummheiten. Ich werde nach dem 28ten mindestens 14 Tage zu arbeiten aufhören |und das Landleben führen, das mir allein ganz wohl thut: tennys Bad und vielerlei harmlose Gesellschaft. Ich gehe daher nach Alt-Aussee entweder zu den Franckensteins oder zum Seewirth. Vor einer Radreise, jetzt, hätte ich bei meinem übermäßig montirten und ruhelosen Zustand direct Angst. |Ich werd mich schon wieder in Ordnung bringen.
Mein Stück ist ein fünfactiges märchenartiges Trauerspiel, in Versen. 2 Acte sind nahezu fertig. Ich habe noch nie so gern an etwas gearbeitet. Fangen Sie nur auch zu arbeiten an.
Oder machen Sie jetzt mit Salten eine Radtour |und lassen für mich und für September nur den Weg PassauNürnbergRothenburgMünchenSalzburg in Reserve. Das wäre schön!
Und um den 15. August träfen wir uns bei Richard, verbrächten immer den halben Tag arbeitend, gingen dann |nach Salzburg, noch mehr arbeitend und träten Anfang September die Reise an. Mir folgen, ich bin der Gescheidtere!
Herzlich Ihr
Hugo
P. S.
Es ist nicht ernst, dass ich der Gescheidtere bin. Sonst sind Sie vielleicht beleidigt.
|Immer schreiben!
    Bildrechte © University Library, Cambridge