|Lieber Herr Schnitzler.
ich empfing erst hier Ihren Brief. Sie sind so liebenswürdig und es ist mir so
schwer, Ihnen etwas abzuschlagen. Aber das kann ich ja gar nicht thun, was Sie
wünschen. Wäre ich in Wien! Allein ich bin ja
meistens weit weg und fühle zu genau, dass es über meine Kräfte geht, in der Weise
mitzuwirken, wie es sein müsste, wenn ich meinen Namen auf dem Blatttitel
rechtfertigen sollte.
Seien Sie mir gegrüsst. Ich denke oft an unsern Spaziergang auf dem Semmering und hoffe herzlich, Sie
bald einmal, und am liebsten ausserhalb der Stadtmauern, wiederzusehen
Viele Grüsse von Ihrem ergebenen Gerhart Hauptmann
Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar