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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 15. 7. 1899
Schnitzler, Arthur
Wien
Weiterleitung: Brahm, Otto
Berlin
Empfang: [16. 7. 1899 – 20. 7. 1899?]
Hauptmann, Gerhart
Szklarska Poręba
Textzeuge 1
Signatur D, Berlin, Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz, GHBrBl A:Schnitzler (4)
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 7 Seiten, 1.956 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 372–373.
Veröffentlichung 2
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 171.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Gerhart Hauptmann, 15. 7. 1899. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00943.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00943«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 15. 7. 1899

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Otto Brahm, 15.7.1899

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Weiteres

Arthur Schnitzler an Gerhart Hauptmann, 15. 7. 1899

|Verehrtester Herr Hauptmann,

die Redaction der Zeit, Singer, wendet sich mit einem Ersuchen an mich. Bahr verläßt im October d. J. das Blatt, und nun soll es nach verschiedenen Richtungen hin reorganisirt werden. So wollen die Herausgeber z. B. dass Hof|mannsthal, Burckhard und ich als ständig Mitwirkende sich nicht nur betheiligen sondern sich in dieser Eigenschaft auch aufs Blatt setzen lassen. Wir hätten Oesterreich zu vertreten. Was nun Deutschland anbelangt, so hätte Prof. Singer keinen lebhaftern Wunsch, als Sie |in gleicher Weise wie uns zu gewinnen. Er wäre glücklich, bei irgd einer Gelegenheit etwas von Ihnen zur Veröffentlichung zu bekommen – und wenn Sie nun gar die Erlaubnis gäben, Ihren Namen neben die unsern als den eines Mitwirkenden zu setzen, so glaubt er, dass damit das Wesen und der Geisseiner Zeitung stärker |ausgedrückt werden könnte, als mit jedem Programm. Er hat mich gebeten, Ihnen das zu sagen; in der Hoffnung, dass Ihnen persönliche Bekanntschaft das Antworten zu einer minder lästigen Verpflichtung macht. Man wird sich vorläufig an keinen andern Dichter oder Schriftsteller Deutsch|lands wenden, da man im Falle einer Zusage Ihrerseits jedenfalls auf Ihre Zustimmung ev. auch auf Ihre Rathschläge reflectiren möchte. –
Hiemit endet mein Auftrag. Persönlich setze ich lieber nichts hinzu; – dass Sie in keiner schlechten Gesellschaft wären, sehen Sie ja – und gebunden sind |Sie in keiner Weise.
Ich sende diesen Brief an Brahm zu freundlicher Beförderung, da ich nicht weiss, wo Sie sind. Wo immer: ich hoffe Sie wohlgestimmt und eben daran, neues zu schaffen.
Von mir kann ich gleiches nicht sagen; vielleicht dass der Sommer noch gute Tagebringt.
|– Sie hätten hier eine große Freude gehabt, wie die Leute Ihr Friedensfest aufgenommen haben. Besonders der Schluss des zweiten Aktes hat mächtig eingeschlagen. Bekämen wir doch hier einmal die Weber zu sehn.
Herzlich grüßt Sie Ihr Ihnen
wärmstens ergebner
Arthur Schnitzler
15. 7. 99.
IX. Frankgasse 1.
    Bildrechte © Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Berlin