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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 8. 10. 1899
Schnitzler, Arthur
Berlin
Empfang: [9. 10. 1899 – 13. 10. 1899?]
Hofmannsthal, Hugo von
Venedig
Textzeuge 1
Signatur D, Frankfurt am Main, Freies Deutsches Hochstift, Hs-30885,88
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.529 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 132–133.
Veröffentlichung 2
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 172.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 8. 10. 1899. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00990.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00990«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 8. 10. 1899

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Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
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Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 8. 10. 1899

|Berlin, 8. 10. 99.
mein lieber Hugo, gestern Abend hab ich die Beatrice dem Brahm vorgelesen; mir scheint, sie hat auf ihn gewirkt, eigentlich hatte er keine Einwendungen, und jedenfalls kam ihm die Sache fertiger vor als mir, der ich sie keinesfalls vorläufig aus der Hand gebe. Ich weissehr genau was noch daran zu machen ist; und einiges wird auch gelingen. Die entschiedenste |Einwendg von Brahm war eigentlich der Monolog oder besser die Anrede des Andrea – das einzige Stückl, das Sie kennen, – das er ganz hinaus haben möchte. Ich las, mit einer Souper Unterbrechung von 7–12; so lang würde die Sache ungestrichen mindestens spielen!
Ich werde wahrscheinlich Donnerstag in Wien sein; Paul Goldmann kommt auch und wird etwa acht |Tage bei mir wohnen. Wann sind Sie wieder in Wien? Es wäre schön, wenn G. Sie noch zu sehen bekäme. –
Über das äußere Leben hier lieber mündlich. –
Ich weiss nicht, ob Sie dieses Anfangsfeuilleton von Bahr gelesen haben. Ich schicks Ihnen hier. Er ist gewiss nicht nur ein Aff, sondern auch ein boshafter Aff. –
Wie geht’s Ihnen? Fließt die Arbeit |munter fort? – Dass Ihnen das Stück sich versagen könnte, ist ganz unmöglich; es geht in so reiner Linie vorwärts, dass es nur mehr auf die rechte Stimmung ankommt. Am Ende bringen Sie’s schon vollendet nach Wien? –
Das Deutsche Theater braucht ungeheuer notwendig ein oder mehrere Stücke. Br. hat so gut wie gar nichts. Meines will ich in jedem Fall zuerst in Wien spielen lassen; aber es eilt nicht. Ich habe viel vor und möchte wohler, möchte ganz gesund sein.
Von Herzen Ihr Arthur
    Bildrechte © Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt am Main