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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 13. 7. 1900
Beer-Hofmann, Richard
Altaussee
Empfang: 15. 7. 1900
Schnitzler, Arthur
Reichenau an der Rax
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 8
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 3 Seiten, 2.129 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »155«
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann: Briefwechsel 1891–1931. Herausgegeben von Konstanze Fliedl. Wien, Zürich: Europaverlag 1992, S. 147–148.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, 13. 7. 1900. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01053.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01053«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 13. 7. 1900

Aufenthaltsorte
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Weiteres

Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, 13. 7. 1900

|Alt-Aussee 13/VII. 1900
Lieber Arthur! Meiner Frau geht es augenblicklich etwas besser. Seit 8 Tagen kommt täglich der hiesige Doktor. Ob ein causaler Zusammenhang zwischen beiden Sätzen besteht? Von Hugo ein Brief aus Bad-Fusch; er will Ihre Adresse. Von Goldmann ein Brief wegen Fußtour. Wir fixiren also endgiltig (Schicksalsclauseln inbegriffen) den 15. August in Innsbruck. Für den Zeitungsausschnitt Dank. Zur Beruhigung meines Papa’s ganz gut. Meyer war zu Besuch von Ischl hier, er will die Tour mitmachen. Er hat eine Unvorsichtigkeit begangen. »Die Hochzeit der Beatrice« hab ich ihm – wogegen Sie nichts hatten – geborgt. Nun setzt sich der Unglückliche in Marienbad auf |eine Bank, liest in dem Buch. Es erscheint: Minnie B. spricht M. an erinnert ihn daß er sie eigentlich von einem Jour her kennen sollte, borgt sich das Buch aus; M. wird zweimal zum Speisen geladen. Weiter: Minnie hat aber – (verdächtig) das Buch bei ihrer Abreise nach Levico noch nicht zu Ende gelesen, und erhält von M. den Auftrag es nach Lesung mir zu schicken was sie noch nicht getan hat. M. wird nun in meinem Namen urgieren damit ich das Buch bekomme. Hoffentlich haben bis dahin noch nicht die versammelten irgendwie nennenswerthen Curgäste in Levico bemerkt daß Sie Ihre unveröffentlichten Stücke Minnie anvertrauen. O Nachtkastelmotive. Bei alledem ärgert mich M.’s Dummheit in dieser Sache. Er argumentirt: Da Sie mit Minnie gut |bekannt sind macht es nichts. Richtig muß es heißen: Da Sie gut bekannt sind und es ihr nicht geben, so wollen Sie eben nicht daß sie es hat. Außerdem ärgert mich: M. auf dessen Verstand, Takt, und Geschicklichkeit ich einige Hoffnung setzte enttäuscht mich. Ob es denn mir einfiele ein als Manuscript gedrucktes Ding jungen Mädchen in die Hand zu geben die – nach meiner Taxirung – gar kein wirkliches – außer persönliches – Interesse daran haben, und nur eine Primeurprotzerei damit anstellen wollen. Im Übrigen ist es wahrscheinlich nicht so wichtig.
Wenn Sie Minnie einmal – damit die Leut Recht behalten – doch heirathen sollten wird dieser Brief mich nicht beliebt machen.
Ich arbeite. Man überschätzt wie Sie sehen immer noch die Menschen. Herzlich Ihr R.
    Bildrechte © University Library, Cambridge