Lieber Arthur,
Karte
,
Novelle und
Brief
erhalten, Ihrem Wun
sch
gemäß ver
spare ich die Äußerungen über die
Novelle auf mündliche Unterhaltung, obwol ich fa
st nur
Gutes zu
sagen hätte, was auch
schriftlich leichter zu erledigen i
st. Aber man ka
nn ja wirklich in 5 Minuten mehr darüber
sprechen, als in
vier Bogen
schreiben. Nach
Reichenau wäre ich
schon geko
mmen, we
nn Sie
nicht gerade
jetzt dort wären. Jetzt muß ich in
Wien bleiben, weil
Max vorge
stern abgerei
st i
st; habe auch – unter die
ser
Motivierung – eine
sehr liebenswürdige Einladung zu
Ganghofer |abgelehnt, die ich vor einer Woche
erhalten. Auf einen Tag kö
nnte ich wol leicht fort, aber
da
nn i
st da
nn doch die
Fahrt zu thuen und da Sie in einer Woche doch noch nach
Wien ko
mmen. – Hier i
st’s im
Durchhaus noch recht belebt, das Wetter trägt dazu bei, daß man
glauben ka
nn im Herb
st zu
sein.
Ebermann,
Kapper, der kleine
Kraus, auch
Ludassy, der Reklamefeind, zeigt sich. (Der Arme. Die Notizen über »
d. letzte Knopf« verfolgen ihn unbarmherzig auch noch im
Juli!– –
Bitte, empfehlen Sie mich be
stens Ihrer Frau
Mama,
Schwester und
Schwägerin,