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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 16. 6. 1901
Brandes, Georg
Kopenhagen
Weiterleitung: Wien
Empfang: [17. 6. 1901 – 21. 6. 1901?]
Schnitzler, Arthur
Salzburg
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 17
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.111 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »25«
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 88–89.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 16. 6. 1901. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01129.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01129«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01129.html |titel=Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 16. 6. 1901 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1901-06-16 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 16. 6. 1901

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 16. 6. 1901

|Kopenhagen16 Juni 1901

Verehrter Freund

Zwar ist Krotkaja ein Monolog – es gibt so viele Monologe, Flauberts St. Antoine ist auch ein Monolog – aber das kleine Buch hat gar keine Form-Aehnlichkeit mit der Ihrigen. Les lauriers sont coupés las ich vor – 16 Jahren glaub ich, als die Erzählung in la Révue Indépendante stand, und es machte mir einen starken und originellen Eindruck, aber das Einzelne hab ich vergessen.
Ich kam zwar durch Wien, blieb aber |dort nur zwei Stunden. Ich hatte eine Scheu, Sie wieder aufzusuchen. Ich finde mich selbst sehr oft für Fremde ermüdend, fuhr deshalb nur durch; ich war bewegt, unaufgelegt zum Sprechen.
Durch Ihre Güte erhielt ich Renate Fuchs; es ist ein starkes Buch, aber die Grundidee so willkürlich, das Nachtwandern der Heldin. Das Beste sind die Details, scheint mir, die vielen tiefen Reflexionen. Im Ganzen jedoch Kunst = Kunst, nicht Kunst = Natur. Ist es nicht wahr? Aber der Mann hat sehr viel Talent.
|Hier haben wir scheussliches Wetter, fast Winter. Mitte Juli gehe ich nach Karlsbad, ich habe mit Georges Clemenceau verabredet, ihn dort zu treffen.
Von ganzem Herzen
Ihr
Georg Brandes
    Bildrechte © University Library, Cambridge