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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 30. 12. 1901
Bahr, Hermann
Wien
Empfang: [30. 12. 1901 – 3. 1. 1902?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 5b
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.649 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift die Jahreszahl »901« ergänzt
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »84«
Veröffentlichung 1
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 220–221.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 30. 12. [1901]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01192.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01192«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 30. 12. 1901

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Olga Schnitzler, 30. 12. 1901

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Gedruckte Briefwechsel

Richard Schaukal an Arthur Schnitzler, 30.12.1901

Quelle: Reinhard Urbach: Richard Schaukal – Arthur Schnitzler, Briefwechsel (1900-1902). In: Modern Austrian Literature, Jg. 8, 1975, H.3/4, S.15-43.

Weiteres

Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 30. 12. [1901]

Telegramm-Adresse: Tagblatt, Steyrerhof, Wien. – Telephon Nr. 384. Staats-Telephon Nr. 36.
30. 12.

Lieber Arthur!

Danke sehr für Deine liebe Karte. Du könntest mir allerdings in Berlin einen sehr, sehr großen Dienst erweisen, wenn Du gelegentlich mit Brahm über mich sprechen und ihm klar machen würdest, daß ich, bei allem, was man gegen mich sagen kann, doch schließlich auch Jemand bin und daß ich gern in ein, wenn auch kühles, doch anständiges Verhältnis gegenseitiger Duldung und beding|ter Anerkennung zu ihm kommen möchte. Ich leide sehr unter meiner Erfolglosigkeit in Deutschland und bin schon so bescheiden geworden, daß ich es als einen großen Erfolg empfinden würde, wenn er sich nur entschließen könnte, ein Stück von mir anzunehmen und aufzuführen, meinetwegen in der schlechtesten Zeit, weil es mir dabei gar nicht auf die Tantièmen ankommt, sondern auf den »literarischen Stempel«, |den nun das Deutsche Theater einmal seinen Autoren gibt und der mir noch immer fehlt, und darauf, von seiner »Clique« ernst genommen zu werden. Er hat mir über den »Krampus« sehr anerkennend gesprochen, ihn aber schließlich leider doch abgelehnt; ich werde ihn nun einladen, der Hamburger Première (am 12 oder 13 Januar) beizuwohnen; freilich ohne viel Hoffnung, ihn noch |umzustimmen. Aber vielleicht bringst Du ihn doch so weit, daß er sich, wenn ich ihm wieder ein Stück schicke, es wenigstens mit nicht im Vorhinein feindlichen Augen ansieht.
Aber bitte, thu das nur, wenn es sich leicht machen läßt, ohne Dir unbequem zu sein.
Ich bin riesig neugierig auf Samstag; mehr auszusprechen verbietet mir mein Aberglaube.
Herzlichst
Dein alter
HermannB
Prost Neujahr!
Den Novelli, der über den »Kakadu« noch immer nichts hören ließ, habe ich gestern Dringend gemahnt.
    Bildrechte © University Library, Cambridge