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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 3. 1. 1902
Schnitzler, Arthur
Berlin
Empfang: [4. 1. 1902 – 8. 1. 1902?]
Bahr, Hermann
Wien
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Theatermuseum, HS AM 23348 Ba
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 7 Seiten, 2.056 Zeichen
Handschrift Bleistift, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung Lochung
Veröffentlichung 1
3. 1. 1902. In: Arthur Schnitzler: The Letters of Arthur Schnitzler to Hermann Bahr. Edited, annotated, and with an introduction, by Donald G. Daviau. Chapel Hill: The University of North Carolina Press 1978, S. 73–74 (University of North Carolina studies in the Germanic languages and literatures, 89).
Veröffentlichung 2
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 222–223.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 3. 1. 1902. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01195.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01195«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 3. 1. 1902

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Louise Dumont an Arthur Schnitzler, 3.1.1902

Quelle: Gertrude Cepl-Kaufmann et al. (Hgg.): Louise Dumont. Eine Kulturgeschichte in Briefen und Dokumenten. Bd. 1: 1879-1904. Klartext Verlag, Essen 2013.

Kalliope Verbundkatalog

Schnitzler, Arthur an Gussmann, Elisabeth [Briefe]

Erstes Objekt aus der Mappe. 40 Br., 14 Ktn 98 Bl., davon 2 Bl.Durchschl. Mit 7 Umschl.

Weiteres

Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 3. 1. 1902

|3. 1. 902
Berlin
lieber Hermann, ich habe Brahm gesprochen, er äußerte sich anerkennend über den Krampus, findet nur, dass gerade das Deutsche Theater nicht der rechte Boden für das Stück sei. Ich glaube also nicht, dass er zu der Aufführg nach Hamburg fahren wird, hielte es aber doch für ganz gut, wenn du ihn unverbindlich mit ein paar |Worten dazu einladen möchtest. Gegen deine Bemerkung über den literar. Stempel, den doch erst das Deutsche Theater verleihe (die ihm mitzutheilen ich mich wohl für befugt halten durfte?) schien er nicht unempfindlich zu sein, und ich zweifle nicht daran, dass er deine nächsten Stücke ohne vorgefasste Meinung lesen wird. Ich bin übrigens mor|gen Nachmittag bei ihm und habe sicher Gelegenheit, nochmals in deinem Sinne zu reden. Er gehört doch, bei allen Begrenztheiten und Eigensinnigkeiten zu den weitaus verständigsten Theatermenschen (vielleicht auch Menschen schlichtweg –), die es gibt, und ist derjenige, mit dem man am gradlinigsten und verläßlichsten verkehren kann. Man darf von ihm sagen, dass |er nie lügt. Du solltest dich einmal persönlich mit ihm aussprechen. Wenn er nicht nach Hamburg kommt, vielleicht besuchst du ihn auf der Hin- oder Rückfahrt? –
Dieser Tage sprach ich Harden, der jetzt sehr gegen den kleinen Kraus eingenommen ist und findet, dass ein solches Blatt in Berlin sich nicht halten könnte. |Anläßlich der Krausischen Kritik über die veine, in der Kr. von einer angeblich extra von dir (?) gegen ihn hineingedichteten Stelle erzählte, hat er ihm (Harden dem Kraus) eine Karte geschrieben, er müsse gelegentlich diesen Irrthum richtigstellen, da die betreffende Stelle sich im Original fände; – Kraus soll es auch zugesagt bisher nicht |gethan haben. –
Heute war Generalprobe der Lebendigen Stunden. Sie fiel günstig – für abergläubische Gemüther zu günstig aus. –
Ganz entzückt bin ich von Bassermann. Neulich sah ich ihn als Hjalmar, Sauer als Gregers Werle; ich habe selten sstarke schauspielerische Eindrücke erlebt. Die Triesch |kann überraschend viel. –
– Ich seh dich hoffentlich bald wieder. Herzlichen Gruss. Dein
Arth Sch
    Bildrechte © Theatermuseum, Wien