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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 10. 11. 1903
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [10. 11. 1903 – 14. 11. 1903?]
Bahr, Hermann
Wien
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Theatermuseum, HS AM 23359 Ba
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 6 Seiten, 2.537 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung 1) Lochung
2) mit Bleistift von unbekannter Hand das zweite Blatt datiert »10. 11. 03« und mit »II« versehen
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 473–474.
Veröffentlichung 2
10. 11. 1903. In: Arthur Schnitzler: The Letters of Arthur Schnitzler to Hermann Bahr. Edited, annotated, and with an introduction, by Donald G. Daviau. Chapel Hill: The University of North Carolina Press 1978, S. 80–81 (University of North Carolina studies in the Germanic languages and literatures, 89).
Veröffentlichung 3
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 278–279.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 10. 11. 1903. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01338.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01338«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01338.html |titel=Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 10. 11. 1903 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1903-11-10 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 10. 11. 1903

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Otto Brahm, 10. 11. 1903

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Weiteres

Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 10. 11. 1903

|Wien 10. 11. 903.

mein lieber Hermann,

ich danke dir herzlich, dss du die Exc. zu einem sschönen Erfolg gebracht hast u gratulire dir zu dem ganzen Abend. Ich war mit Olga auf d Semmering; darum haben wir dich nicht um Karten gebeten. Ich selbst wäre übrigens keineswegs im Bös-Saal gewesen – denn, du verstehst es gewiss, ich kann mir eigene Sachen vor großem Publikum nicht vorlesen lassen. –
Der Recurs ist prachtvoll. Und ich würde ihn mit Freuden vor die nächste |Auflage des Reigen drucken lassen – wenn er nicht so viel Lob über mich enthielte. Man läßt sich gerne an fremden Höfen mit schmetternden Trompetenstößen empfangen – aber man kannsich doch nicht im eigenen Hause feiern lassen. .  Doch wäre es zu schade, wenn dieses Meisterstück der Oeffentlichkeit vorenthalten würde. Dassich in Wien nichts würde anfangen lassen, war vorauszusetzen. Die Kerle sind ja nicht mehr feig, weil ihnen even|tuell was geschehen könnte – sondern aus Liebe zur Sache. Wie wärs denn mit dem Ausland? Berliner Tageblatt (oder Vossische?) wären vielleicht zu gewinnen? Wenn kein Tagesblatt, eine Wochen oder Monatsschrift? – Wie immer – ich danke dir und Burckhard vielmals und wärmstens. Was ist das übrigens für eine Stelle im Lamprecht, die durch die Blätter ging? Ich habe nichts gelesen.
Salten thu ich gewiss nicht Unrecht. |Lies nur – wenn es so viel Interesse für dich hat, – meinen ganzen Brief an Salten. Nicht um Lob und Tadel handelt es sich. Das wesentliche für mich bleibt, dass in dem Feuilleton genau die Sachen zu meinen Ungunsten drinstehen – über deren mangelnde Berechtigung sich sein Verfasser Dutzendemale mir gegenüber ausgesprochen. Lies den Brief. – Und das ärgerliche – worüber wir auch so oft gesprochen haben – der Versuch, einem Dichter Gebiete abzustecken – oder zu verwehren. Ich, als einziger Mensch auf der bewohnten Erde, soll nicht mehr |das Recht haben, erotische Beziehungen zu schildern, oder unverehelichte junge Damen darzustellen? – Es werden nach mir noch etwa hunderttausend Bücher von Liebe und Liebeleisüßen und sauren Mädeln, und Anatolen und Mäxen geschrieben werden – wie sie vor mir geschrieben worden sind. Und gerade ich bekomm immer sozusagen einen Krach in den Schädel, wenn auch nur aus der Ferne ein Hauch von Erotik über meine Gestalten weht? |Und der letzte Krach geht gerade von Salten aus, mit dem gemeinschaftlich ich mich über diese Kräche so oft belustigt und geärgert habe? – Aber lassen wir das auf eventuelle mündliche Unterhaltung. – Ich darf dich wohl dieser Tage wieder in St Veit aufsuchen?
Herzlichst dein getreuer
Arthur.
    Bildrechte © Theatermuseum, Wien