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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 5. 2. 1904
Bahr, Hermann
Marbach am Bodensee
Empfang: [6. 2. 1904 – 10. 2. 1904?]
Schnitzler, Arthur
Berlin
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 5b
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.476 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »109«
Veröffentlichung 1
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 295–296.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 5. 2. 1904. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01370.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01370«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 5. 2. 1904

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 5. 2. 1904

|5. 2. 04

Lieber Arthur!

Mich berührt natürlich der Fichtner am meisten, in welchem ich unheimlich viel von mir finde (meine Sachen ließen sich kritisch gar nicht besser bezeichnen als damit daß ich mich leider auch in ihnen sozusagen nur vorübergehend aufhielt). Ich verstehe auch das Verhältnis Julian – Wegrath, ebenso das Julian – Felix so gut, während ich mir das Sala – Johanna nicht ganz erklären und mich darin nicht zurechtfinden kann. Außerdem mischt sich jetzt bei mir Persönliches in alles, so die Neugierde, die mich plagt, ob Sala nicht vollkommen meinen Herzzustand hat und wie der Arzt dann denn doch seinen Tod fast auf den Tag zu wissen glauben kann – was sehr albern von mir ist.
|Kritisch möcht ich sagen: Daß in dem Stück viel mehr angeschlagen und aufgeregt als zuletzt ausgelöst wird, was ich weniger problematisch als musikalisch meine. Für mein Gefühl ist das Stück aus, bevor es seine Stimmungsmotive naturgemäß hat aus- und ablaufen lassen.
Prachtvoll find ich den Cassian und bedaure nur, daß die blöden Deutschen für solchen arglosen und rein sinnlichen und darum künstlerisch reinen Humor nun einmal keine Organe haben.
Da ich mich sehr schlecht fühle, ist es möglich, daß ich schon sehr bald hier weggehe, vielleicht nach Abbazia. Jedenfalls lockt mich der Gedanke, Dich im April in Taormina zu finden, sehr. Hoffentlich.
Grüß Deine Frau, Brahm, den stark von Reinhardt bekümmerten Trebitsch und – ich wär sehr froh, wenn der »einsame Weg« ein großer Erfolg würde!
Herzlichst
Hermann
    Bildrechte © University Library, Cambridge