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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 4. [12.] 1904
Bahr, Hermann
Wien
Empfang: [4. 12. 1904 – 8. 12. 1904?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 5b
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.379 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »124«
Veröffentlichung 1
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 326–327.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 4. [12.] 1904. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01474.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01474«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 4. 12. 1904

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Weiteres

Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 4. [12.] 1904

|4. 11. 04

Lieber Arthur!

Bitte, kannst Du mir den »Puppenspieler« gedruckt schicken? Ich möchte, wenn es mir zusammengeht, über den Schnitzlerabend ausführlicher schreiben. Dazu wäre es mir allerdings sehr lieb, das Buch noch vor Donnerstag zu kriegen. Ja?
Sehr gern möchte ich Dich auch endlich wieder sehen. Allerdings bin ich wenig frei, da ich mich nun mit einer gewiß törichten Leidenschaft, der ich aber momentan so viel unsagbares Glück verdanke, wie ich nie im Leben kannte (vielleicht wird man so ganz transparenter Seligkeiten erst im Angesicht des Todes fähig), aufs Hören von Musik geworfen habe, wovon ich dann manchmal in einer Ermattung mit |vollständigem Versagen und Versiegen jeder Kraft zurückbleibe. Vita minima, die auch ihre schönen Schauder hat. Wie eben jetzt, sonst würde ich Dir diesen Unsinn nicht schreiben, enfin ich wollte sagen: ich möchte Dich gern wiedersehen und hoffe bald zu Dir zu kommen. Und was würdest Du zu der Idee sagen: zu Weihnachten uns in Lueg am Wolfgangsee zu treffen, wo ich ein paar Tage beim Burckhard hausen will? Ich wollte eigentlich nach Athen, aber da müßte ich am 20. von Triest weg und am 22. ist der Tristan, der für mich jetzt – ganz real und ganz physisch gesprochen – das höchste Wolsein ist, mehr als Sonne und Meer.
Entschuldige den verworrenen Ton dieses Briefes, grüße Frau Olga und den Heinrich herzlichst und sei es selbst von
Deinem
Hermann
    Bildrechte © University Library, Cambridge