|Montag früh
mein lieber Arthur,
wir freuen uns ja so sehr, Euch Freitag hier zu sehen, aber ich will Ihnen doch sagen – um es durch
Aussprechen loszuwerden, dass mich dies Hinausschieben um eine Woche heftig,
vielleicht unverhältnismäßig heftig verstimmt hat. Sie können allerdings nicht wissen, |dass ich aus gewissen
Arbeitsgründen Sonntag schon wieder abreise und man sich daher knapp
einmal sehen wird, in Monaten – aber davon abgesehen, ganz an und für sich
betrachtet: man sitzt auf der elenden Waffenübung, freut sich so sehr auf die paar
Menschen |die man dann wiedersehen
kann – Richard kann ich nicht rechnen, bis er
wieder normaler und gesünder wird, Bahr ist
verschollen – kommt dann zurück, sehnt sich sehr, in andere Dinge
wieder hineinzukommen (Sie ahnen nicht, wie einem solche
vier Wochen den Kopf verderben können), telegrafirt |in der ersten halben Stunde, hofft
doch ein bischen, dass der Andere auch irgend etwas von dieser Ungeduld hat, hofft in
diesem Fall, es wird heißen: übermorgen kommen wir zu Euch und dann müssen Sie zu mir
kommen ich lese Ihnen was vor . . . und dann bekommt man eine Antwort, aus der man so sehr spürt, dass der
andere sich nicht will aus seiner »Einteilung« bringen lassen. Ich bin etwas traurig darüber. Wahrscheinlich ist das ganz
dumm, aber es ist vielleicht das Resultat von 200 kleinen Dingen.
Ihr Hugo.
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