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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: Mitte August 1905
Beer-Hofmann, Richard
Fulpmes
Empfang: [16. 8. 1905 – 20. 8. 1905?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 8
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.554 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift datiert: »Mitte August 905«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »204«
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann: Briefwechsel 1891–1931. Herausgegeben von Konstanze Fliedl. Wien, Zürich: Europaverlag 1992, S. 174–175.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, Mitte August 1905. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01542.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01542«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 15. 8. 1905

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, Mitte August 1905

Telegramm-Adresse:
Endstation der elektrischen Bergbahn
INNSBRUCK-FULPMES
Lieber Arthur! Wir sind da oben. In Kärnten fand ich keine Unterkunft. Dort – wie im Pusterthal alles furchtbar überfüllt, so dass ich froh war hier unterzukommen. Das Hôtel ist erst voriges Jahr eröffnet worden, noch nicht sehr bekannt und daher halbleer.
Wassermanns, S. Fischer, Bella Wengerow, Schwester, Mutter, u. Dr Kaufmann |sind hier. Paula hat kein Behagen an den kühlen Abenden und auch sonst an der Gegend – der Wald ist für sie – augenblicklich – zu weit vom Hôtel. Ich will also am 21 oder 22 von hier weg, und über Bozen, eventuell Gardasee, an den Lido. Hoffentlich tut ihr der Aufenthalt dort gut. Sie ist sehr blutleer, und hat recht miserable Nerven. Das Stück von Bahr blieb in Rodaun liegen, weil in folge der Aufschrift |»Eisenstein« nur Bücher darin vermutet wurden, mit denen es nicht eilig sei; ich lasse es mir heute nachschicken.
Bitte sind Sie so gut und fügen Sie auf beiliegendem Brief die Adresse hinzu. Wer »A« sagt – –!
Hier hat sich das Gerücht verbreitet, Sie hätten dem Hugo zwei wunderschöne Stücke vorgelesen. Ich freue mich sehr im Oktober mehr davon zu erfahren.
Von mir will ich nichts schreiben, ich ziehe es vor Ihnen mündlich vorzujammern – obgleich |Sie mir dann bei physischen Dingen versichern werden Sie hätten dies Alles seit Jahren.
Schreiben Sie mir, bitte, immer wo Sie sind – ich will es auch tun. Die Möglichkeit soll uns doch bleiben, uns etwas zu sagen.
Viele Grüsse an Ihre Frau von mir und Paula.
Von Herzen Ihr
Richard
Bitte entschuldigen Sie mich gelegentlich bei Ihrer Schwägerin, u. Steinrück. Ich hatte vor der Abreise zuviel zu besorgen.R.
    Bildrechte © University Library, Cambridge