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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 4. [9. 1906]
Hofmannsthal, Hugo von
St. Gilgen
Empfang: [5. 9. 1906 – 9. 9. 1906?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.245 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift zum Datum eine mutmaßliche Monatsangabe ergänzt: »7(?).«
Ordnung 1) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »«
2) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »197«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 220.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 4. [9. 1906]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01624.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01624«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01624.html |titel=Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 4. [9. 1906] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1906-09-04 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 4. 9. 1906

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 4. [9. 1906]

|Lueg 4ten

mein lieber Arthur

ich habe rechtes Verlangen, von Ihnen ein bischen ausführlicher zu hören.Von mir (und Gerty) kann ich, was Stimmung, Laune, Genießen des Sommers betrifft, nur Gutes berichten, von einer größeren Arbeit ist freilich noch nichts zu sagen, manchmal |scheint dergleichen recht nahe, dann ist es wieder, als ob es untertauchte und sich verbärge, aber nicht in Wasser, sondern in einer viel härteren undurchsichtigen Substanz, doch halte ich gar nicht für unmöglich, dass der Herbst, der mir oft günstig war, auch diesmal plötzlich und springquellhaft wieder etwas |hervortreibt – das Gefühl der Armut hatte ich jedesfalls nicht, vieles größere und kleinere mehr Gedankenhafte hat sich geordnet, aufgeschrieben hab ich auch gar nicht weniges und eine gewisse Möglichkeit, episches (kürzeres zunächst) in mir auszubilden fühle ich auch, mehr als ein Vorgefühl |allerdings. Unseres letzten Zusammenseins, des Spaziergangs bei drohenden Wolken und des schönen leichten und inhaltsvollen Redens denke ich auch – auf ein paar Tage Semmering (vielleicht mit Brahm) möchte ich jedenfalls rechnen.
Ich weiß nicht, (da es so wunderschön ist) ob ich nicht noch 10–14 Tage hier bleibe, die Kinder sind schon in Rodaun.
Schreiben Sie.Von Herzen
Hugo.
    Bildrechte © University Library, Cambridge