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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 16. 1. 1908
Ehrenstein, Albert
Wien
Empfang: [16. 1. 1908 – 20. 1. 1908?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 30
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.742 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift Vermerk: »A. Ehrenstein« und neben das Datum die richtige Jahreszahl »08« geschrieben
Veröffentlichung 1
Albert Ehrenstein: Briefe. Herausgegeben von Hanni Mittelmann. München: Boer 1989, S. 21 (Werke, 1).

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Albert Ehrenstein an Arthur Schnitzler, 16. 1. 1908. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01751.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01751«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 16. 1. 1908

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Albert Ehrenstein an Arthur Schnitzler, 16. 1. 1908

16. Januar 07

Sehr geehrter Herr Doktor!

Zu den vielen Glückwünschen, die Sie, sehr verehrter Herr Doktor, in diesen Tagen überfliegen werden, auch meine bescheidene Gratulation.
Dürfte doch diese österreichisch so unverzeihlich lang hinausgezögerte Ehrung, die nun, schwer vermeidbar geworden, nicht einmal auf deren Urheber zurückfällt, geschweige denn ihren Zweck erreicht, manchen, und unter ihren auch mich, möglicherweise mehr und inniger gefreut haben als den Geehrten selbst, dem die jetzt mit üblicher Rücksichtslosigkeit hereinbrechende Briefflut vielleicht beschwerlich fällt |und die Freude verkümmert. Aber auch so muß man einigermaßen froh sein, daß sich die Dinge etwas gebessert haben, indem sich auch bei uns sogar akademische Preisrichter dem längst feststehenden Urteil der Verständigen bequemten. Denn gewiß: hätte es zu Grillparzers Zeiten etwa einen Walther von der Vogelweide-Preis gegeben, alle möglichen Halme und Gutzkows hätten ihn erbuckelt, nur nicht den Wiener Dichter hätte man durch ihn zu neuem Leben aufgerufen.
Jedenfalls, der Wunsch, solche und ähnliche Auszeichnung durch wiederholte |Verleihung an den ihrer Würdigsten ebenso lächerlicher als trauriger Parteilichkeit entzogen zu sehen, kommt mir aus dem Herzen. Habe ich doch Ihnen, sehr geehrter Herr Doktor, nichts Kleines zu danken: Trost in der Krankheit, Ermunterung im Trübsinn, Anregung aus Ihren Werken – namentlich dem prämierten Stücke. Und wenn es mir gegönnt war, bloß den Anfang Ihres neuen Romans mehrmals mit stets erneutem Entzücken zu lesen, haben Sie, sehr geehrter Herr Doktor, daran keinen geringen Anteil.
|Indem ich noch für diese Belästigung um Entschuldigung bitte, verbleibe ich
Hochachtungsvoll
Ihr Ergebenster
Albert Ehrenstein
    Bildrechte © University Library, Cambridge