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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [23. 11. 1908]
Hofmannsthal, Hugo von
Rodaun
Empfang: [24. 11. 1908 – 28. 11. 1908?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 942 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift datiert: »Früh 909« und beschriftet: »Hugo«
Ordnung 1) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »«
2) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »306«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 242–243.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [23. 11. 1908]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01808.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01808«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01808.html |titel=Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [23. 11. 1908] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1908-11-23 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 23. 11. 1908

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [23. 11. 1908]

|R.
Montag.

mein lieber Arthur

so nett und gemütlich es neulich abends bei Euch war, ssehr wünsche ich mir nach der ungewohnten Zufälligkeit, dass wir 2mal Fremde bei Euch trafen, wieder die Freude, Sie allein zu sehen.Es gibt Zeiten, in welchen man besonders deutlich fühlt, welche Menschen |auf der Welt man sehr gern hat, und für mich ist diese jetzige Zeit eine solche.
Vielleicht, da Ihr viel vorhabt, telegrafiert ihr einmal, 1–2 Tage voraus, einen Abend wo wir kommen dürfen.
Die Gedichte von Winterstein gefallen mir sehr gut. Was würde ihm wünschens|wert sein dass man dafür thäte?
Ich sage mir manchmal, dass vermutlich die Anfänge dieser Erkrankung meiner Nerven weit zurück liegen und dass meine Verstörtheit über gewisse Dinge in Ihrem Roman (menschliche viel mehr als künstlerische, aber nicht im Bereich des Judenproblems) |vielleicht schon nichts normales mehr war.
Auf Wiedersehen, mein lieber Arthur.
Ihr alter
Hugo.
Dem Professor Seidler hab ich gedankt.
    Bildrechte © University Library, Cambridge