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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 24. 8. 1909
Ehrenstein, Albert
Mixnitz
Zustellung: [25. 8. 1909?]
Wien
Empfang: [2. 9. 1909?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 30
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.803 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift beschriftet: »Ehrenstein«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Albert Ehrenstein an Arthur Schnitzler, 24. 8. 1909. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01867.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01867«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 24. 8. 1909

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Olga Schnitzler, 24. 8. 1909

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Weiteres

Albert Ehrenstein an Arthur Schnitzler, 24. 8. 1909

24. August 09.

Sehr geehrter Herr Doktor,

anfangs hatte ich die Absicht, Ihnen meinen Dank für Ihre gütige Intervention bei Herrn DrAuernheimer persönlich abzustatten. Da nun sowieso alles eins war und meine Studien eine ärgerliche Verlängerung erfahren mußten, trat ich eine kleine Reise an. Aber als ich am 19. dieses durch Edlach kam, brachte ich es als ein rechter Traumichnicht nicht |über mich, Sie, sehr geehrter Herr Doktor, aus Ihrer ländlichen Abgeschiedenheit aufzustören. Mittlerweile ist fast jeder reale Grund entfallen, um dessentwillen ich Sie, sehr geehrter Herr Doktor, bat, für mich bei Auernheimer zu sprechen. Jener Kollege unterließ es mir seine Dissertation einzusenden, und so fühle ich mich nicht autorisiert, über sie ein Wort zu sprechen. Ein Fräulein, das sehr schöne Gedichte und sehr schlechte Novellen schreibt, ersuchte mich, ihr ein paar Sachen von mir |zu schicken, ich sandte ihr unter anderem »Tubutsch«, »Baber« und »Apaturien« anfangs August nach Venedig – sie hat die Sachen bis nun nicht erhalten und ich besitze keine Abschrift. Ich könnte jetzt nicht einmal beweisen, daß ich einmal literarisch wertbare Dinge geformt habe, und es wird mir kaum etwas anderes übrig bleiben, als – wiewohl die Herren M. Duilius, Theoderich und Gustav Adolf mir auch bisher gefolgt sind und es sehr |pressant haben – nolens volens allerhand fragwürdige Geschichten aus dem Ärmel zu schütteln, und sie im Herbst, wenn Sie, sehr geehrter Herr Doktor, nicht allzuviel zu tun haben sollten, Ihnen vorzulegen, wenn ich Ihnen meine Aufwartung machen darf, um eines Urteils über meine wahrscheinlich verlorenen Handschriften und vielleicht einiger wertvoller Winke für eine etwaige Rekonstruktion teilhaftig zu werden. Hochachtungsvoll Ihr ergebenster
Albert Ehrenstein,
Pechvogel non plus ultra.
    Bildrechte © University Library, Cambridge