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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 10. 2. 1910
Ehrenstein, Albert
Wien
Empfang: [10. 2. 1910 – 14. 2. 1910?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 30
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.371 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift beschriftet: »Ehrenstein«
Veröffentlichung 1
Albert Ehrenstein: Briefe. Herausgegeben von Hanni Mittelmann. München: Boer 1989, S. 37 (Werke, 1).

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Albert Ehrenstein an Arthur Schnitzler, 10. 2. 1910. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01912.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01912«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 10. 2. 1910

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Albert Ehrenstein an Arthur Schnitzler, 10. 2. 1910

Sehr geehrter Herr Doktor,

gestern endlich erhielt ich Antwort von Herrn Bie, die ich beilege, da ich mich in deren Interpretation nicht sicher fühle. Ich weiß vor allem nicht, ob ich dem Schreiben entnehmen darf, »Tubutsch« werde – was mir den Fang eines Verlegers erleichtern würde – nach einer Umarbeitung rundschaumöglich sein. Das wäre mir am liebsten, Denn essayistisch habe ich mich noch nicht recht versucht, das Wiener Leben ist mir unbekannt und was Herr Bie unter einem netten Thema versteht (er meint wohl so etwas wie die Hofrichter- oder Borowskaaffaire) hat auf mich bei meiner Gefühlsstumpfheit kaum je einen zu druckfähiger Meinungsäußerung |drängenden Eindruck gemacht. Gern aber würde ich mich z. B. Schroeder’s Homerübersetzung befassen, wenn mir das Buch dieses exklusiven Autors zugänglich wäre. Vielleicht können Sie, hochverehrter Herr Doktor, mir raten und zugleich mir eine zweite Frage beantworten, die mich sehr interessiert. Wann nämlich der junge Herr Medardus ursprünglich im Buchhandel hätte erscheinen sollen, wenn er nicht (um die Zeit Ihrer Volkstheaterpremiere?) zurückgezogen worden wäre?
Indem ich herzlichst für Ihre Empfehlung danke, die, scheint es, diesmal doch zu einem für das deutsche Schrifttum erfreulichen Resultate führen dürfte, bin ich mit den besten Grüßen
Hochachtungsvoll
Ihr ergebenster
Albert Ehrenstein.
    Bildrechte © University Library, Cambridge