Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 2. 4. 1910
Großmann, Stefan
Wien
Empfang: [2. 4. 1910 – 6. 4. 1910?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 34
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.424 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Großmann«
2) mit rotem Buntstift zwei Unterstreichungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »8«

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Stefan Großmann an Arthur Schnitzler, 2. 4. 1910. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01921.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01921«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01921.html |titel=Stefan Großmann an Arthur Schnitzler, 2. 4. 1910 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1910-04-02 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 2. 4. 1910

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Stefan Großmann an Arthur Schnitzler, 2. 4. 1910

Wien, VI/1, Mariahilferstrasse 89 Wien, am 2. IV 1910
Telephon 880, 900
Postsparkassen-Scheck-Konto Nr. 19.210

Verehrter Herr

Verzeihen Sie mir, dass ich Ihren Brief erst heute beantworte.
Die Schauspieler baten mich, Sie erst zur Première zu laden, heute wurde noch irrsinnig gearbeitet. Sie wollten nicht im Rohzustande vor Sie hintreten.
Die letzte Probe fand heute nachmittag statt und endete um ¼ 7 abends.
Leider wird Sie »Literatur« nicht voll erfreun. Ich war krank vor Ärger, weil die Leiter des Theaters das willigste freudigste Publikum der Freien Volksbühne kennen und, seine Milde missbrauchend, sagen: Da brauchen wir uns nicht anzustrengen.
|Ich war gestern im Ärger des Tags schon willig Sie zu bitten, lieber zu einer späteren Aufführung zu kommen. Jedenfalls wird die Qualität unserer Vorstellungen durch den »halben Held« besser repräsentirt.
Ich sage das zornknirschend, aber ich will Sie lieber nicht irreführen. Wenn ich unser Theater selbst leiten werde, werde ich jene |Commandogewalt über die Schauspieler haben, die unerlässlich ist.
Um Ihnen nach diesen verdriesslichen Mittheilungen zu zeigen, wie sehr mir (der einmal als junger Esel sehr dumm vor Ihnen stand) an Ihrem Ja und Nein gelegen ist, müssen Sie mir gestatten, Ihnen meine Besprechung des »Ruf des Lebens« vorzulegen. Ihnen liegt selbstverständlich nichts an |meiner Huldigung. Ich will Ihnen nur zeigen, einen wie andächtigen Abend ich Ihnen verdankte.
S. Fischer wurde verständigt. Seine Zustimmung ist zweifellos.
Dank und ergebensten Gruß:
Stefan Großmann
    Bildrechte © University Library, Cambridge