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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 18. 7. 1910
Ehrenstein, Albert
Vrádište
Empfang: [19. 7. 1910 – 23. 7. 1910?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Theatermuseum, HS Schn 2/7/1
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.170 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift beschrieben: »Ehrenstein«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Albert Ehrenstein an Arthur Schnitzler, 18. 7. 1910. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01948.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01948«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 18. 7. 1910

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Albert Ehrenstein an Arthur Schnitzler, 18. 7. 1910

18. Juli 1910.

Hochverehrter Herr Doktor,

in der Meinung, meiner Unlust zu jeden Studium lägen äußere Umstände zugrunde, bin ich in die Slowakei gefahren, in eine wald- und reizlose Gegend, in der auch die Menschen nur Land sind, bewegliche Erde, vermodernde Pflanzen. Aber mit dem Lernen geht es auch hier nicht besonders, und so dürfte ich Anfang September wieder in Wien sein. – Wenn das nicht gerade eine Zeit sein sollte, wo Sie durch Proben zu sehr in Anspruch genommen sind, möchte ich Ihnen gerne meine Aufwartung machen. Sehr angenehm wäre es mir aber, falls Sie, hochverehrter Herr Doktor, mir früher, wenn einmal Ihre Möbelwanderungen – Völkerwanderungen sind übrigens mindestens ebenso unangenehm – zu einem Abschlusse gekommen sein werden, etwas über meine Sachen zu sagen die Güte hätten.
Ich glaube nämlich nicht, daß hierbei auch bei mir ein inneres Manco vorliegt, was Gumppenberg andeutete, indem er dem »Grafen Cilli« eine kunstlose, rohe, geflissentlich derbe Sprache vorwarf, der »März«, indem er rein artistische Gebarung meinerseits als Hindernis einer Annahme meiner Arbeiten deklarierte. –
Hochachtungsvoll
Ihr ergebenster
Albert Ehrenstein.