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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 20. 10. 1910
Hofmannsthal, Hugo von
Rodaun
Empfang: [21. 10. 1910 – 25. 10. 1910?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.680 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift die Jahreszahl ergänzt: »910« und beschriftet: »Hofmannsthal«
Ordnung 1) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »«
2) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »323«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 254.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 20. 10. [1910]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01968.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01968«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 20. 10. 1910

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Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 20. 10. [1910]

|Rod. 20. X
mein guter Arthur,vielmals danke ich Ihnen für Ihren Brief und Ihre Depesche nach Neubeuern (wo wir 2 unvergleichlich schöne und wirklich sehr glückerfüllte Herbstwochen zubrachten) für Ihre Hilfe in der Besetzungssache und vor allem für die schönen Stunden, die mir Ihr neues |Stück geschenkt hat. Ich glaube, dieses »weite Land« ist wirklich die allerbeste Arbeit Ihrer an guten Arbeiten so reichen zweiten Lebens- oder Arbeitsperiode.
Das Stück gehört so ganz Ihnen, und ist dabei so äußerst kräftig, so wunderschön zusammengehalten. Alle Ihre nicht leicht in einem Athem aufzuzählenden Vorzüge: das so ganz persönliche Lebensgefühl, die höchst besondere Scala der Wertungen, |die zarte und sichere Gestaltung, die leichte Hand für die Scenenführung, die Melancholie und der Witz, der höchst nötige bon sens, normaler (aber seltener) Menschenverstand, und dazu das tiefere poetisch-philosophische Zusammensehen und Nebeneinandersehen, die Güte, die Erfahrung und zugleich ein entzückender Mangel an Routine, ein Frisches, Blühendes, Gespanntes überall – dies alles kommt zusammen, um ein |Werk herzustellen, das sich in unvergleichlicher Weise im Gleichgewicht hält, weltlich und tief, theatermäßig und philosophisch, amüsant und bedeutend ist.Ich freue mich sehr, es auch noch auf der Bühne zu sehen – doch hab ich es auf der inneren Bühne tadellos besetzt und sehr schön mir aufgeführt.
Kommen Sie vielleicht Samstag zur Generalprobe der Trauerfeier? Das wäre mir sehr lieb. Ich fahre dann noch für ein paar Tage nach Grätz (zu Lichnowskys) dann bin ich ganz hier und lese Euch die Spieloper bei Ihnen, ja?
Ihr Hugo
P.S. Hab in Neubeuern die »Weissagung« vorgelesen. Sie liessich wunderschön.
    Bildrechte © University Library, Cambridge