Montag begebe ich mich von hier fort, nicht zu Fuß, bei Nacht und zornig
wie Beethoven, sondern bei Tag, freundlich und
in einem Automobil, auch wird mir auf dem Weg zwischen hier
und Troppau nicht das Manuscript der Eroica aus |dem Mantel fallen und
in einen kothigen Straßengraben rollen, weil ich es – leider! – nicht bei mir
habe.
Von Dienstag an bin ich dann in Rodaun und warte auf den Ruf, Euer Haus zum ersten Mal zu betreten und
dieser Stunde durch Vorlesung des tiefsinnigen »Rosencavaliers« |eine höhere Weihe zu geben.
Ich kann mir aber sehr wohl denken, dass die Proben zum Medardus sehr hernehmend sind und Sie ein dringendes
Bedürfnis haben, des Abends Ruhe zu finden, dann lassen wir es halt bis
nachher.Von Herzen Ihr
Hugo.
|PS. Ich möchte nicht gern mit einem Ihrer Kinder in
dauerndem Unfrieden leben, und da ich den Roman damals halb zufällig halb absichtlich in der
Eisenbahn liegen lassen habe, so bitte ich Sie jetzt, wo zwei Jahre darüber
hingegangen sind, mir das Buch wieder einmal zu schenken, wenn Sie ein
überflüssiges Exemplar haben.
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