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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 3. 2. 1911
Adam, Robert
Wien
Empfang: [3. 2. 1911 – 7. 2. 1911?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.4230,3
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 2.108 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Adam«
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung
Textzeuge 2
Signatur A, Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod.ser. 52.266, 79
Beschreibung Handschriftliche Abschrift, 1 Blatt, 1 Seite, 2.108 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, Gabelsberger Kurzschrift
Textzeuge 3
Signatur A, Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod.ser. 52.266, 79
Beschreibung Maschinenschriftliche Abschrift, 1 Blatt, 1 Seite, 2.108 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Robert Adam an Arthur Schnitzler, 3. 2. 1911. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02002.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02002«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 3. 2. 1911

Aufenthaltsorte
Arthur Schnitzler digital (Werke 1905–1931)
Arthur Schnitzler digital (Werke 1905–1931)
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, 3.2.1911

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Weiteres

Robert Adam an Arthur Schnitzler, 3. 2. 1911

|Wien, am 3. Febr. 1911

Hochverehrter Herr Doktor!

Ich muß Ihnen leider berichten, daß der Versuch, an mein Glück zu appellieren, fehlgeschlagen ist. Der Verlag S. Fischer hat mir mitgeteilt, daß er den »Neidhard« nicht annehmen konnte. Die dem Schreiben beigefügte sehr liebenswürdige und eingehende Begründung dieser Entscheidung dürfte sich in einem Punkte mit dem Hauptbedenken berühren, das Sie, hochverehrter Herr Doktor, |bezüglich des stofflichen Aufbaus der Komödie mir gegenüber äußerten. Manches ist mir in der Begründung der Abweisung nicht recht verständlich. Es will mir scheinen, als ob der Verlag bei der Fixierung des Grundthemas meiner Komödie fehlgegriffen hätte; wenigstens ist das, was im Schreiben als Thema des Stückes bezeichnet wird, nur ein Teil dessen, was nach meiner Absicht Thema sein sollte. Ist dem so, so muß die Komödie unklarer sein als ich dachte; und dies wäre jedenfalls ein sehr arger Fehler. Ich war redlich bemüht, den Grundgedanken hervortreten zu lassen, |wenn ich es auch – anders als in der arabischen Komödie – absichtlich vermied, im Kontexte einfach herauszusagen, was ich durch die Handlung versinnbildlichen wollte; die Zwischenspiele, als modernisierter Chor, sollten das Amt des Räsonneurs übernehmen.
Dies scheint nicht geglückt zu sein; und um zu verbessern, was noch sich bessern läßt, will ich einen Plan, den ich schon vordem faßte, nun ausführen; nämlich, wenigstens in einem kritischen Nachwort, das in der Form zweier Briefe von Freunden, eines zerreißenden und eines erhebenden, |gehalten sein soll, all das klar auseinandersetzen, was Mangel und gute Absicht der Komödie (nach Ansicht des Autors) ist.
Daß mich das Fehlschlagen dieser Hoffnung, obwohl ich’s längst aufgegeben habe, mir Glück zu vindizieren, arg deprimiert, werden Sie begreifen, hochverehrter Herr Doktor; aber ich will’s übertünchen.
Dem »Merker« habe ich die arabische Komödie mit einer Empfehlung des Dr Bittner eingesendet; vorläufig ohne Resultat.
Nehmen Sie mir die Länge dieses Briefes nicht übel, hochverehrter Herr Doktor, und seien Sie herzlich gegrüßt von Ihrem
dankbar ergebenen
Robert Adam
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar