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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 9. 2. 1911
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [9. 2. 1911 – 13. 2. 1911?]
Ehrenstein, Albert
Wien
Textzeuge 1
Signatur IL, Jerusalem, The National Library of Israel, ARC. Ms. Var. 306 1 118
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.869 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift (Korrekturen, Unterschrift)
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 656–657.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Albert Ehrenstein, 9. 2. 1911. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02008.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02008«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 9. 2. 1911

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Harley Granville-Barker, 9. 2. 1911

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Weiteres

Arthur Schnitzler an Albert Ehrenstein, 9. 2. 1911

|Dr. Arthur Schnitzler
9. 2. 1911.

Sehr geehrter Herr Doktor.

Gestern erhielt ich einen Brief von Stefan Grossmann, der unter anderem folgende Stelle enthält: »Ein junger Literat (von Talent) Herr Ehrenstein erzählt verschiedenen Leuten unter anderm auch dem Fackel-Kraus, Sie hätten ihm ›bestätigt‹, dass ich meine Macht als Kritiker zu erotischen Erpressungen an Schauspielerinnen ausgenützt hätte.« Zugleich bittet er mich um eine Silbe darüber, dass ich eine solche Bestätigung nicht gab, »wie ich sie ja auch nicht geben konnte.«
Ich habe Herrn Grossmann wie natürlich den Tatsachen entsprechend geantwortet, dass ich Ihnen ein solches Gerücht nicht bestätigt habe und nicht bestätigen konnte, da ich es von keine Seite, auch von Ihnen selbst nicht –, jemals vernommen hatte. Hiemit wäre die Sache nach der einen Seite abgetan. Was aber aus der Geschichte leider hervorgeht ist, dass Sie sich befugt finden Privatge|spräche zwischen mir und Ihnen weiter zu tragen – in Kreise, die mir äusserlich und innerlich ferne sind und bleiben sollen. Dem gegenüber kommt ja meiner Auffassung nach kaum sonderlich in Betracht, dass Sie wie dieser Fall beweist, bei solcher Gelegenheit Ihre Phantasie in entstellender ja wie es scheint in erfindender Richtung walten lassen. Denn wenn ich hier auch die Möglichkeit von Missverständnissen im weitesten Ausmass zugestehen wollte, es ist jedenfalls total ausgeschlossen, dass sich Grossmann und Kraus diese Fabel einfach aus den Fingern gesogen hätten. Dass ich bei meinem Ihnen bekannten Ekel vor Literatengezänk – und Geklatsch mich unter diesen Umständen genötigt sehe auf die Fortsetzung eines persönlichen Verkehrs mit Ihnen zu verzichten, werden Sie ohneweiters einsehen, mit welcher Erklärung die leidige Angelegenheit für mich, der ich Wichtigeres zu tun habe, ein für alle Mal erledigt ist.
Hochachtungsvoll
[handschriftlich:] Dr Arthur Schnitzler
[maschinenschriftlich:] Herrn Dr. Albert Ehrenstein, Wien.
    Bildrechte © The National Library of Israel, Jerusalem