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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 5. 3. 1913
Brandes, Georg
Taormina
Empfang: [6. 3. 1913 – 10. 3. 1913?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 17
Typ Postkarte
Beschreibung 1.388 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Versand Stempel 1:
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »41«
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 107.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 5. 3. 1913. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02116.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02116«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02116.html |titel=Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 5. 3. 1913 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1913-03-05 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 5. 3. 1913

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 5. 3. 1913

|Herrn Dr. Arthur Schnitzler

|5 März 13

Mein verehrtester Freund

Ich erhalte hier (Hotel Métropole, Taormina) Ihren liebenswürdigen Brief, der mir zeigt, dass ich Unrecht hatte zu glauben, was die Professorin Zuckerkandl mir in Wien über den Anlass Ihres Schauspiels erzählte. Ich bitte Sie meinen Irrthum zu entschuldigen. Man sollte nie Vertrauen an dergleichen Mittheilungen haben.
Ich habe nie die Uebersetzung jenes vor Monaten geschriebenen Artikels gesehen, und ich hatte sogar ganz vergessen, dass ich vor Monaten den Photographen in Paris bat, Ihnen mein Bild zu senden.
Es geht mir mit Ihnen heute, wie es mir wöchentlich mit meiner liebsten Freundin geht, die augenblicklich, auf einer Seereise begriffen, sich in Hongkong befindet. Wenn Ihre Antworten kommen, verstehe ich sie kaum, weil ich meine alten Briefe ganz vergessen habe.
Ich war nach Paris in Pallanza, Rom, Neapel, Palermo und längere Zeit in Tunis, das mir sehr gefiel trotz des ungünstigsten Wetters.
Ich soll im April in Neapel und Rom reden, denke etwa am 1 Mai in Kopenhagen zurück zu sein. Hier bleibe ich ungefähr |drei Wochen. Hier hab ich endlich Sonne gefunden.
Habe ich mich auch unrichtig ausgedrückt, können Sie wenigstens nicht meine freundschaftliche Gesinnung bezweifeln.
Ihre werthe und liebe Frau Gemahlin und die beiden mir so lieben Beer-Hofmanns bitte ich an mich zu erinnern.
Ihr ergebener Georg Brandes
    Bildrechte © University Library, Cambridge