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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 27. 8. 1917
Mann, Thomas
Bad Tölz
Empfang: [28. 8. 1917 – 1. 9. 1917?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 67
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 937 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Th. Mann«
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung
Veröffentlichung 1
Hertha Krotkoff: Arthur Schnitzler – Thomas Mann: Briefe. In: Modern Austrian Literature, Jg. 7 (1974) Nr. 1/2, S. 17.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Thomas Mann an Arthur Schnitzler, 27. 8. 1917. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02270.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02270«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 27. 8. 1917

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Thomas Mann an Arthur Schnitzler, 27. 8. 1917

|Bad Tölz den 27. VIII. 17.

Verehrter Herr Doctor:

Der Verlag übersandte mir in Ihrem gütigen Auftrage den »Doktor Gräsler«. Von Herzen danke ich Ihnen für die kostbare Gabe, die echtester Arthur Schnitzler ist, anmutsvoll wie je eine frühere und bei aller Weichheit und Süßigkeit doch wieder irgendwie dies strenge Lebensgefühl vermittelnd – ich werde nie aufhören, das zu bewundern.
Mein oeffentliches Verstummen ist Ihnen |möglicherweise aufgefallen. Ich war nicht imstand, meine Schuhe weiter zu machen. Seit Jahr und Tag schreibe ich an einer Art von Buch, es sind Betrachtungen, politisch-antipolitisch, zeit- und selbstkritisch, kurz, eigentlich uferlos, aber nun doch leidlich eingedämmt, und bis zum Spätherbst darf ich hoffen, es absorbiert zu haben. Als Motto verdiente es den Satz: »Mais que diable allait-il faire dans cette galère?« und doch mußte es sein.
Mit den verbindlichsten Grüßen bin ich, verehrter Herr Doctor
Ihr
Thomas Mann.
    Bildrechte © University Library, Cambridge