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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 23. 11. 1917
Adam, Robert
Wien
Empfang: [23. 11. 1917 – 27. 11. 1917?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 1
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.455 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Adam«
2) mit rotem Buntstift zwei Unterstreichungen
Ordnung von unbekannter Hand nummeriert: »2«
Textzeuge 2
Signatur A, Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod.ser. 52.263, 205 recto
Typ Brief
Beschreibung Maschinenschriftliche Abschrift, 1 Blatt, 1 Seite, 1.455 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Robert Adam an Arthur Schnitzler, 23. 11. 1917. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02281.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02281«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 23. 11. 1917

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Robert Adam an Arthur Schnitzler, 23. 11. 1917

|Wien, am 23. November 1917

Hochverehrter Herr Doktor!

Empfangen Sie meinen herzlichsten Dank für Ihre neue Komödie, die mich, wie alles, was Ihrem Geiste entspringt, auf’s Höchste gefesselt und befriedigt hat!
Nun, da ich sie kenne, ist mir das Geschrei, das in den Theaterurteilen der Tagespresse erscholl, vollkommen erklärlich. Die Herren zeichnen sich vor allem durch große Wehleidigkeit aus und schrecken vor nichts ssehr zurück als vor dem, was ihnen die Gefahr der Selbsterkenntnis droht. Sie wollen nur angreifen, nicht angegriffen werden, und wenn sie schon einen Angriff hinnehmen müssen, ssoll doch nicht etwas wie Mitleid mit ihnen |darin vernehmbar sein. Journalisten und Weiber wollen voll genommen werden, in Liebe und Haß, in Krieg und Frieden. Sie aber haben sie nicht voll genommen, und Sie haben ein weiteres Verbrechen begangen: Sie haben hinter das Dogma ein Fragezeichen gesetzt, auf dem der Wesensstolz des Journalisten ruht: daß »Gesinnung« den Mann mache (my platform is my castle). Nimmt man hinzu, daß in einigen Sätzen Ihres Leuchter Anspielungen auf die Totschweigepolitik des »Trompeters von Jericho« erblickt werden konnten, so ist der Zorn derer von der »Gegenwart« noch erklärlicher; und die »Elegante Welt«, die Ihnen vieles noch nicht verziehen hat, geht eben mit. Sie haben sich alle, alle doch solidarisch erklärt: sie bleiben – im Grunde, was sie sind. –
Mit den herzlichsten Grüßen |und Empfehlungen Ihr ergebener
Robert Adam
    Bildrechte © University Library, Cambridge