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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 19. 12. 1917
Brandes, Georg
Kopenhagen
Empfang: 1. 1. 1918
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 17
Typ Postkarte
Beschreibung 1.305 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Versand Stempel 1:
Stempel 2:
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »48«
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 122.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 19. 12. 1917. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02282.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02282«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02282.html |titel=Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 19. 12. 1917 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1917-12-19 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 19. 12. 1917

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Mikroverfilmung des Nachlasses

Mappe A34

Datumsangabe auf Blatt von Landsknecht: »Dietrich: Sag ihm, dass du…«

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 19. 12. 1917

|Herrn Dr. Arthur Schnitzler

|Kopenhagen 19 Dec. 17
Verehrter, lieber FreundNiemand ist treu und liebenswürdig wie Sie. Obwohl ich nie in der Lage bin, Vergelt zu üben, senden Sie mir fortwährend Ihre Erzählungen und Schauspiele, die mir so viel Freude bereiten. Nun das letzte Mal Fink und Fliederbusch, ein heiteres Stück in trauriger Zeit, nicht ohne satirischen Stachel, aber dennoch human. Ein Franzose sagte: L’âge mûr méprise avec tolérance.
Wäre ich so glücklich all das was ich geschrieben habe, seit wir uns sahen, würde es eine stattliche Reihe Bücher ausmachen, nicht weniger als 7 schwere Bände. Mein Buch über den Weltkrieg erreicht in diesen Tagen hier die vierte Ausgabe, hat in Nordamerika zwei. Die Bücher über Goethe, über Voltaire usw. sind gut gegangen. Ein Buch, worin ich meine letzten Essays und Reden gesammelt habe, wurde |in nur 14 Tagen ausverkauft. Seit April bin ich damit beschäftigt eine grosse Maschine über meinen vergötterten Cajus Julius Cäsar zu fabricieren, wird wol auch ein paar Bände werden. Der Stoff ist sehr umfangreich, römisches Leben von c. 120 bis c. 40, aber er fesselt mich sehr. Bin ich doch kein Erfinder, nur ein enthusiastischer Forscher. Ich hoffe, dass es Ihnen und den Ihrigen, auch unseren wenigen gemeinsamen Freunden wohl geht. Ihr Georg Brandes
    Bildrechte © University Library, Cambridge