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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 17. 4. 1920
Hofmannsthal, Hugo von
Rodaun
Empfang: [18. 4. 1920 – 22. 4. 1920?]
Schnitzler, Olga
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.5584
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, Kuvert, 1.135 Zeichen (Briefpapier mit Trauerrand)
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Versand Stempel 1:
  • Ort: Rodaun
  • Datum: 17. 4. 1920

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo Hofmannsthal an Olga Schnitzler, 17. 4. 1920. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02340.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02340«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 17. 4. 1920

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Hedy Kempny, 17.4.1920

Quelle: Hedy Kempny und Arthur Schnitzler: Das Mädchen mit den dreizehn Seelen. Eine Korrespondenz ergänzt durch Blätter aus Hedy Kempnys Tagebuch sowie durch eine Auswahl ihrer Erzählungen. Hg. v. Heinz P. Adamek. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1984. (Neue Frau)

Weiteres

Hugo Hofmannsthal an Olga Schnitzler, 17. 4. 1920

|Hofmannsthal

|Rodaun
17. IV.

liebe Olga

mit Schmerz hab ich erfahren, dass Ihre gute liebe Schwester von dieser finsteren Welt und uns allen auf immer fortgegangen ist. Wie freundlich wäre es, sie noch immer unter den Lebenden zu wissen. Es schien mir eine Güte von ihr, dassie immer noch dableiben wollte. Dieses unvergleichliche, rührende Wesen – ich habe sie ja, |würde man sagen, nur wenig gekannt: und doch, wie sehr issie auch mir gestorben! – und davon gibt mein innerstes Gefühl mit nachhaltigem Schmerz mir selber Zeugnis. Man brauchte ihr nur manchmal begegnet zu sein – mit welcher zarten feinen unauslöschbaren Schrift schrieb sich dieses Wesen einem ins Herz. Sie haben so viel |verloren – mehr als irgend jemand sicherlich, denn Sie waren die frühen Jahre mit ihr verbunden: so fällt für Sie so nichts zugleich dahin.
Wie viel aber auch Arthur verloren hat, was für eine gute zärtliche Freundin, das kann ich ahnen – ermessen kann ja ein Dritter solche Dinge nie. Sagen Sie es ihm, dass ich oft u. oft an ihn denke.
|Ich bin, liebe Olga, in alter Freundschaft
Herzlich Ihr
Hugo H.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar