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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 28. 1. 192[2]
Hofmannsthal, Hugo von
Wien
Empfang: [28. 1. 1922 – 1. 2. 1922?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.382 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift beschriftet: »Hugo« und die hintere Ziffer der Jahreszahl des Datums durch Überschreiben korrigiert: »2«
Ordnung 1) mit Bleistift von Frieda Pollak (?) mit dem Buchstaben »A« (Abgeschrieben/Abschrift) gekennzeichnet
2) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »«
3) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »371«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 295.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 28. 1. 192[2]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02375.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02375«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02375.html |titel=Hugo Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 28. 1. 192[2] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1922-01-28 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 28. 1. 1922

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Hugo Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 28. 1. 192[2]

|Rodaun 28 I 21.

mein lieber Arthur

es freut mich riesig von B. Z. zu hören dass Sie zu dem Vorlesen des Welttheaters kommen wollen – es ist ja keine Vorlesung, sondern wirklich ein bescheidenes Vorlesen an ein paar alte und ein paar neuere Bekannte u. Fremde an diesem zwanglosen neutralen Ort (in der Stallburggasse sind nur 8 Sessel und das |grosse Zimmer heizt sich elend) und es ist mir natürlich ein liebes Geschenk, dass Sie da sein wollen.
Es ist mir immer ein bissl trüb in Erinnerung dass ich Sie, einen so nahen Menschen, mit dem ich mir nie im Leben halb begegnet bin, in diesem Sommer nur in diesen Salzburger Tagen gesehen habe, in einem noch |währenden Übelbefinden u. einer Beschäftigtheit wie sie dort entsteht (sie bezog sich ja auf das noch unentstandene Welttheater) – nur wie durch einen Schleier. –
Ich bitte Sie um einen Rat, Arthur, den Sie mir am Freitag mündlich geben können. Während ich um Broterwerbes willen |fast über meine Kräfte Arbeit auf mich nehme (Schriftstellerische, nicht Dichterische, die muss ich fast zurückdrängen) bin ich andererseits unvertraut mit dem was man in Anpassung an den veränderten Zustand verlangen u. bekommen müsste: so dies: welche Forderung hätte man (Sie oder ich, wir kommen beide in Frage) für Überlassung eines Werkes für eine Luxusausgabe an den Rikolaverlag vernünftigerweise einmalig zu verlangen?
Also hoffentlich auf Wiedersehen Freitag!
Ihr Hugo.
    Bildrechte © University Library, Cambridge