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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 16. 1. 1923
Hofmannsthal, Hugo von
Wien
Empfang: [16. 1. 1923 – 20. 1. 1923?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.509 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Hugo«
2) mit rotem Buntstift mehrere Unterstreichungen
Ordnung 1) mit Bleistift von Frieda Pollak (?) mit dem Buchstaben »A« (Abgeschrieben/Abschrift) gekennzeichnet
2) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »«
3) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »372«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 297–298.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 16. 1. 1923. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02396.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02396«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02396.html |titel=Hugo Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 16. 1. 1923 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1923-01-16 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 16. 1. 1923

Aufenthaltsorte
Arthur Schnitzler digital (Werke 1905–1931)
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Hugo Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 16. 1. 1923

|Rodaun 16 I 23

mein lieber Arthur

es freut mich so, dass ich wieder einmal von Ihnen einen Brief bekomme. – Zuletzt habe ich Sie im September gesehen – aber Sie mich nicht – bei der Première der Dame Kobold. Sie standen neben Ihrer kleinen großen Tochter, mir zugekehrt. Ich war auf der Gallerie und ich sah Sie mit dem Opernglas an. Wie inhaltsvoll und freundlich war mir Ihr Gesicht! Wie wenn ich ein Buch von tausend Seiten, dessen Inhalt ich aber gut kenne – in einem Augenblick überblättert hätte.
Wie gerne würde ich Sie manchmal sehen, lieber Arthur. In die Stadt komme ich fast nie. Ich behalte das kleine Absteigquartier so lange man mirs lässt, aber ich beheize die Wohnung nicht mehr, betreibe sie nicht mehr, halte dort keine Bedienerin. Ich kann das alles nicht mehr. Ich bin durch den Marksturz in eine fast unhaltbare materielle Situation geraten. Aber davon will |ich Sie durchaus nicht unterhalten. – Wenn es im März freundlich ist, dann möchte ich einmal vormittag zu Ihnen kommen, mit Ihnen spazierengehen u. bei Ihnen essen. Ich weiss ja dass es Sie beschwert, hier herüber zu fahren! –
Mit Strauss würde ich sehr ungerne über die Opernsache reden – aber mit Schalk gerne wenn Sie wollen (obwohl es eben so aussichtslos ist da ich den Standpunkt kenne und die enormen Argumente die man für ihn geltend machen kann) – nur möchte ich abwarten, bis Schalk die schwere Sorge um seine Frau los ist, die seit Wochen höchst elend darniederliegt mit einer Gelenksentzündung.
Adieu, lieber Arthur.
Von Herzen, wie immer,
Ihr
Hugo.
    Bildrechte © University Library, Cambridge