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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 30. 12. 1925
Brandes, Georg
Kopenhagen
Empfang: [31. 12. 1925 – 4. 1. 1926?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 17
Typ Briefkarte
Beschreibung 1.064 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit rotem Buntstift zwei Unterstreichungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »61«
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 150–151.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 30. 12. 1925. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02462.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02462«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 30. 12. 1925

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 30. 12. 1925

|Kopenhagen 30 Dec 25

Mein liebster Freund

Das Jahr ist zu Ende, und ich habe Ihnen unendliches zu danken, dass es in Wien für mich einigermassen gut ablief. Sie als Artzt wissen, dass uralte Menschen meistens beschwerlich sind. Sie haben es mich nicht fühlen lassen, aber Ihr Haus in Wien ist mir ein Heim gewesen. Sie haben wol in 35 Jahren unsere Freundschaft ununterbrochen bewahrt, obschon Sie immer mehr leisteten, als ich im Stande war. Ihre Gastfreundschaft Frau Rung und mir |gegenüber wird mir unvergesslich sein, was freilich ein bischen lächerlich klingt, da die 84 jährigen sich gewöhnlich nicht lange einer Erinnerung erfreuen können.
N’importe! So lange wir das Tageslicht sehen, tut es nicht viel, ob wir uns schneller oder langsamer bewegen. – Ich habe Ihnen noch nicht für die feine Erzählung Die Frau des Richters gedankt, nicht, dass ich Sie weniger schätze, aber ich hatte sie schon irgendwo gelesen, bevor sie in Buchform erschien. Mit Freude las ich, dass Sie Teatererfolge haben. Arm, wie wir alle sind, ist das von Nutzen. Aus vollem Herzen
Ihr Georg Brandes
    Bildrechte © University Library, Cambridge