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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [Anfang Juli 1923]
Rie, Therese
Bernried
Empfang: Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, 85.1.4310
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.185 Zeichen
Handschrift Bleistift, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Andro.«, datiert: »Juli 23«
2) mit rotem Buntstift sechs Unterstreichungen

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Therese Rie-Andro an Arthur Schnitzler, [Anfang Juli 1923]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02573.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02573«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 1. 7. 1923

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Pollaczek: Schnitzler und ich
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Mikroverfilmung des Nachlasses

Mappe A11

Abdruck von Aphorismus »Niemals ist es das Problem…« in der N.D.R.

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Therese Rie-Andro an Arthur Schnitzler, [Anfang Juli 1923]

Verehrter Herr Doktor,

Dieser Ort ist so lieb, still und schön, dass ich Ihnen von da einen Gruß schicken muß. Vielleicht finden Sie diese Logik nicht zwingend, aber für mich besteht sie doch. Wahrscheinlich entspringt sie aus dem Wunsch, daß Sie für Ihre Erholung einen Platz finden möchten, der Ihren Neigungen ebenso entspricht, wie dieser hier den meinen – wo es nichts gibt als See und herrlich bewaldete Ufer und gar keine Städter und die nettesten Schafe, Ziegen und Gänse und gar keine Tinte. |Das einzige Tintenfaß in der Gegend befindet sich auf der »Amtstube« des Bürgermeisters, der mir, als ich mich bei meinem ersten Aufenthalt – ich war schon öfters hier – sagte, als ich mich als Ausländerin melden wollte: »Sö san do ka Ausländer, sö reden do wie mir; a Saupreuß, des is a Ausländer!!«
Und als ich diesmal sagte, ich käme jetzt selten ins Reich, meinte er: »Ja ja, ich komm auch selten hin!« – – Und das alles gibts wirklich und es ist nicht von Ludwig Thoma und es ist eine Stunde von München, wo |es so übel knirscht, dass man der nächsten Entwicklung der Dinge nur mit Besorgnis folgt.
Und nun alle guten Sommerwünsche für Sie!
Ihre
Therese Rie.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar