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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 17. 6. 1908
Hauschner, Auguste
Berlin
Weiterleitung: Wien
Empfang: [25. 6. 1908 – 29. 6. 1908?]
Schnitzler, Arthur
Seis am Schlern
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS1985.1.3363
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.071 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift Vermerk »Hauschner«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Auguste Hauschner an Arthur Schnitzler, 17. 6. 1908. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02586.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02586«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 17. 6. 1908

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Auguste Hauschner an Arthur Schnitzler, 17. 6. 1908

|Berlin d. 17. 6. 08
Sehr geehrter Herr Doctor – ich wünschte sehr, ich dürfte meine Bewunderung Ihres Romans öffentlich aussprechen. Aber auf dem Weg zur Buchbesprechung ist für mich leider gar kein Plätzchen frei. So möchte ich Ihnen wenigstens, als ein Zeichen meiner Verehrung mein eigenes, so eben erschienenes, Buch |senden. Leider hat es mit dem Ihren nichts gemein, als eine Stimmung. In einem zweiten Band soll diese noch vertiefter werden. –
Hätte ich mich an Ihrem Werk nicht so entzückt, so könnte ich Sie darum beneiden. Wie kann man so viel können! Einen solchen Reichthum in sich haben und solche Kraft ihn auszumünzen. Ich liebe Maupassant, aber ich suche nicht den billigen Vergleich mit Ihnen. Der Sie so persönlich sind, so ganz ein Eigener. |Ganz traurig wird man doch, dass es so eine restlose Fähigkeit des Ausdrucks giebt, so eine Seelenkunde, so ein Verstehen des Menschlichen. Und Unsereins wagt sich daneben auch Schriftsteller zu nennen. Verzeihen Sie mir Beides. Diesen Herzensschrei und das Senden meines Buchs.
In aufrichtiger Ergebenheit
Frau Auguste Hauschner
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar